Südtirols beste Handmäher gekürt

Wenn jede Sekunde zählt

Samstag, 22. August 2026 | 17:32 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Völser Aicha – Den Titel der Landesmeisterin sicherte sich Maria Burchia aus Enneberg, bei den Herren setzte sich Lukas Paris aus Aussernördersberg durch. Bei den Senioren siegten Annemarie Tschager Tauferer aus Karneid und Josef Flenger aus Lüsen.

Am heutigen Samstag, 22. August 2026, trafen sich die besten Mäherinnen und Mäher in Völser Aicha, um am Landesentscheid im Handmähen teilzunehmen. Insgesamt wurden mit viel Geschick 120 Felder abgemäht. Zum vierten Mal in Folge wurde die Veranstaltung von der Südtiroler Bauernjugend und der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund gemeinsam ausgetragen. Während es bei den Senioren vor allem um die Gaudi und die Tradition ging, stand bei der SBJ der Wettbewerb und somit die Vorbereitung auf die Europameisterschaft im Handmähen im Mittelpunkt.

Aus ganz Südtirol trudelten die besten Mäherinnen und Mäher ein und mähten ein Feld nach dem anderen nieder. Neben einer scharfen Sense waren auch viel Ausdauer und Muskelkraft gefragt. Beim Mähen kommt es jedoch nicht nur auf die Schnelligkeit und Kraft an. Nachdem die Teilnehmenden das Feld abgemäht hatten, wurde von den Schiedsrichtern noch die Sauberkeit der Mahd bewertet. Denn die Bewertungszeit ergibt sich aus der gestoppten Mähzeit sowie der Sauberkeit der Mahd, die mittels eines Schlüssels in einen Zeitzuschlag umgerechnet wird.

Die diesjährigen Sieger der Jugend

Bei den Damen siegte Maria Burchia aus Enneberg vor Daniela Kofler aus Sarntal und Katja Mittelberger aus Vöran. Bei den Männern hatte Georg Spiess aus Sarntal das Feld am schnellsten abgemäht. Auf Platz zwei folgte ihm Jan Agreiter aus Enneberg und Platz drei holte sich Klaus Lanziner aus Kastelruth. Bei den Junioren konnte sich Andreas Burchia aus Enneberg den Sieg holen. Platz zwei belegte Lorenz Kofler aus Sarntal und Platz drei Manuel Pedevilla aus Enneberg.

Landesmeisterin darf sich Maria Burchia aus Enneberg nennen, Landesmeister ist Lukas Paris aus Aussernördersberg. Landesmeisterin und Landesmeister werden die jeweils Ersten in den Kategorien Frauen und Männer, die unter 35 Jahre alt sind. Beim Staffel Mähen traten insgesamt 5 Gruppen zu je drei Teilnehmern gegeneinander an. Das beste Team bildeten Klaus Lanziner, seine Tochter Lena Lanziner, gemeinsam mit Gabriel Comploi. In diesem Jahr trauten sich insgesamt 42 Gaudi-Mäher an die Sensen. Bei diesem wird nicht der oder die Schnellste prämiert, sondern derjenige, der sich am nächsten zum Mittelwert mähte, dies gelang in diesem Jahr Simon Obkircher aus Völser Aicha.

Wir holen die Europameistersaft nach Südtirol!

Nach 14 Jahren ist es wieder so weit: Die Europameisterschaft im Handmähen kehrt 2027 nach Südtirol zurück! Vom 27. bis 29. August 2027 wird das Sarntal zum Treffpunkt der besten Handmäherinnen und Handmäher aus ganz Europa. Hunderte Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie zahlreiche Zuschauerinnen und Zuschauer werden zu diesem besonderen Ereignis ins Tal kommen. Die Bauernjugend-Ortsgruppe Sarntal wird an allen drei Tagen ein großes Zeltfest organisieren und mit einem abwechslungsreichen Programm sowie bester Verpflegung für das leibliche Wohl der Gäste sorgen. „Unser großes Ziel ist es, bei der Europameisterschaft einen Heimsieg zu holen!“, freut sich SBJ-Landesobmann Raffael Peer bereits auf das bevorstehende Großereignis. Das Sarntal steht damit 2027 ganz im Zeichen des Handmähens – und ganz Südtirol fiebert einem spannenden Wettkampf mit!

Auch Senioren zeigen „Schneid“

In der Kategorie „Senioren“, die die Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund austrug, ging es ebenfalls darum, die Geheimzeit – den aus den Einzelergebnissen errechneten Mittelwert – so genau wie möglich zu erreichen.

Dieser Aufgabe stellten sich in Völser Aicha 11 Teilnehmerinnen und 34 Teilnehmer über 60 Jahre. Routiniert und professionell gingen die insgesamt 45 Mäher an den Start und mähten die für den Wettbewerb vorgesehenen Felder in der Größe von zwölf Quadratmetern ab. Die Jury, bestehend aus Mitgliedern des Landesausschusses der Seniorenvereinigung, staunte dabei nicht schlecht, wie gekonnt die Senioren ihre Sensen schwangen.

Mähkönigin und Mähkönig der Senioren

Bei den Frauen holte sich schließlich Annemarie Tschager Tauferer aus Karneid den Sieg. Mit ihrer Zeit von 2:11,96 war sie an die Geheimzeit der Frauen (2:09,75) am nächsten herangekommen. Bei den Männern siegte Josef Flenger aus Lüsen. Mit seiner Zeit von 1:32,80 hatte er die Geheimzeit der Männer (1:33,06) am nächsten erreicht. Den zweiten Platz errangen Greti Lun Oberrauch vom Ritten und Josef Ritsch aus Villnöß. Den dritten Platz sicherten sich Anna Faller Pircher aus Schenna und Paul Obwexer aus Villnöß.

In einer weiteren Kategorie wurden auch die Tagesschnellsten prämiert. Dies waren Katharina Gruber Niederwanger aus Rein in Taufers mit einer Zeit von 1:33,28 und Josef Steidl aus Toblach, der in 43 Sekunden und 50 Hundertstel das Feld abgemäht hatte.

Ausgezeichnet wurden auch die Tagesältesten: Als solche gingen Marianna Egger aus Hafling, Jahrgang 1943, und Toni Falser aus Karneid, Jahrgang 1941, an den Start.

Nicht zuletzt wurde auch der Titel „die/der Traditionellste“ vergeben, und zwar an den Teilnehmenden, der besonders „urig“ zum Mähen erschienen war. Die Jury zeichnete dafür Rosina Rauter aus Latzfons aus.

Am Ende dieser sportlichen und geselligen Veranstaltung dankte Theresia Agreiter Larcher, die Landespräsidentin der Seniorenvereinigung im Südtiroler Bauernbund, der Südtiroler Bauernjugend dafür, dass diese Veranstaltung wieder gemeinsam ausgetragen wurde. „Es ist schön, wenn das Mähen mit der Sense Jung und Alt auf diese Art verbindet und wir zusammen diese so wertvolle Tradition weiterführen können“, unterstrich sie.

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