Von: Sophia Molitor
Bozen – Auch im neuen Schuljahr organisiert das Land Südtirol zusätzlich zum regulären öffentlichen Personennahverkehr einen eigenen Schülertransport. Rund 4500 Schülerinnen und Schüler werden damit zur Schule und wieder nach Hause gebracht. Für diesen Sondertransport stellt das Land jährlich rund 11 Millionen Euro zur Verfügung. “Mit diesem landesweiten Angebot unterstützen wir jene Familien, die in Weilern, auf Höfen oder in abgelegenen Gebieten leben”, sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. “Unser Ziel ist es, auch dort eine möglichst verlässliche Verbindung zur Schule zu gewährleisten, wo der reguläre öffentliche Verkehr nicht ausreicht.”
Der Dienst richtet sich insbesondere an Kinder und Jugendliche, die in Gebieten wohnen, die mit dem regulären öffentlichen Verkehr nicht oder nicht ausreichend erreichbar sind. Die Organisation erfolgt in enger Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Personenverkehr und dem Konzessionär KSM. Die anspruchsberechtigen Schülerinnen und Schüler werden vom Amt für Schulfürsorge auf der Grundlage eigener Bestimmungen ermittelt und der Abteilung Mobilität zur Organisation der notwendigen Busse übermittelt.
Der Konzessionär KSM und das Amt für Personenverkehr bereiten den Schülerverkehrsdienst bereits seit Monaten für das neue Schuljahr vor. Mehr als 98 Prozent der vorgesehenen Dienste sind gesichert. In einzelnen Fraktionen sind derzeit noch Lösungen offen. Auch dort wird intensiv daran gearbeitet, geeignete Fahrdienste zu organisieren.
Die Planung des Schülerverkehrsdienstes muss jedes Jahr neu an die tatsächlichen Bedürfnisse angepasst werden: Schülerinnen und Schüler wechseln die Schule, neue Kinder kommen hinzu oder werden aus unvorhersehbaren Gründen nachgemeldet. Gerade in der Anfangsphase des neuen Schuljahres sind deshalb noch einzelne Anpassungen notwendig.
Neben den eigenen Schülerverkehrsdiensten werden auch für das bevorstehende Schuljahr im regulären öffentlichen Personennahverkehr zusätzliche Kapazitäten vorgesehen, um der höheren Nachfrage zu Schulbeginn Rechnung zu tragen.
Für Familien, für die derzeit kein geeigneter Fahrdienst eingerichtet werden kann und die in entlegenen Gebieten wohnen, sieht das Land zudem eine finanzielle Unterstützung für selbst organisierte Fahrten vor. Gleichzeitig bemühen sich KSM und die Abteilung Mobilität weiter darum, auch für diese Fälle geeignete Lösungen zu finden.
Für Landesrat Philipp Achammer, zuständig unter anderem für den Bereich der Bildungsförderung, ist der Schülertransport weit mehr als ein organisatorischer Dienst: “Für viele Familien beginnt der Schulalltag schon lange vor dem Unterricht. Wenn Eltern wissen, dass ihre Kinder dank eines funktionierenden Schülertransports auch aus entlegeneren Wohnorten verlässlich zur Schule kommen, schafft das Planungssicherheit und erleichtert einen guten Start in das neue Schuljahr 2026/27.”
“Der Schulbeginn ist jedes Jahr eine intensive Phase, weil sich viele Rahmenbedingungen kurzfristig ändern können”, unterstreicht Alfreider. “Dank der guten Zusammenarbeit von Eltern, Schülerinnen und Schülern, KSM und der Abteilung Mobilität sind wir überzeugt, dass dieser wichtige Dienst auch heuer wieder gut abgewickelt werden kann.”




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