Erfolgsgeschichte made in Südtirol

Alpitronic unter den 1.000 wachstumsstärksten Unternehmen Europas

Donnerstag, 27. April 2017 | 13:17 Uhr

 

Bozen – Anfang April veröffentlichte die renommierte britische Wirtschaftszeitung Financial Times online ein Ranking der 1.000 wachstumsstärksten Unternehmen Europas. Am 24. April ist die Liste in Papierform als Beilage der Financial Times erschienen. Mit dabei: alpitronic, ein Start-up aus dem IDM-Gründerzentrum. Das Südtiroler Engineering-Unternehmen landete auf Platz 604. Eine Erfolgsgeschichte made in Südtirol.

„Wir sind sehr positiv überrascht über unsere Platzierung im Ranking der Financial Times“, freut sich Philipp Senoner, einer der vier Gründer von alpitronic. Das Südtiroler Unternehmen ist eines der 186 italienischen Unternehmen, die es auf die „FT1000“ geschafft haben, also auf die Financial-Times-Liste der 1.000 wachs­tumsstärksten Unternehmen Europas. Mit einer konstanten Umsatzsteigerung erfüllte alpitronic die Auf­nahmekriterien für das Ranking problemlos. „Wir waren uns durchaus bewusst, dass wir ein gutes Wachs­tum vorzuweisen haben“, so Senoner stolz, „trotzdem kam die Aufnahme in das Ranking der Financial Times für uns unerwartet.“

Alpitronic entwickelt seit seiner Gründung durch Philipp Senoner, Andreas Oberrauch, Alessandro Ciceri und Sigrid Zanon im Jahr 2009 hochtechnologische und kundenspezifische Elektroniksysteme. Dazu gehö­ren etwa Antriebselektroniken für Elektro- und Hybridfahrzeuge oder Elektroniken für Brennstoffzellen­fahrzeuge. Spezialisiert hat sich das Unternehmen vor allem auf jene Art von Elektronik, die eine hohe Leis­tung von mehr als 200 Kilowatt bietet. „Dadurch bedienen wir eine Nische, die große Automobilzulieferer aussparen, da dieser Markt noch relativ klein ist“, erklärt Senoner. Zu den wichtigsten Kunden gehören namhafte Hersteller aus dem Automotive-Bereich sowie der Industrietechnik, zum Beispiel BMW, Daimler, Iveco Defence Vehicles, Magneti Marelli, GKN Driveline oder Bosch. Mittlerweile entwickelt alpitronic auch eigene Produkte und arbeitet mit internationalen Unternehmen an Gemeinschaftsprojekten. Vor Kurzem entstand das Schwesterunternehmen alpitronic-systems, das Komponenten produziert und liefert.

Einen wesentlichen Anteil am Erfolg hat das IDM-Gründerzentrum, in dem das Engineering-Unternehmen von Anfang an tatkräftig unterstützt wurde. „Ohne die fachkundige Hilfe durch das Gründerzentrum wäre aus unserem Start-up mit vier Gründern nur schwerlich ein erfolgreiches Unternehmen mit 25 hoch qualifi­zierten Mitarbeitern geworden“, ist Philipp Senoner überzeugt. Als besonders hilfreich empfand der alpitronic-CEO, dass ihn das Gründerzentrum als Jungunternehmer in der Gründungsphase, aber auch in der späteren Wachstumsphase begleitete. „Positiv waren auch die Erfahrung, als Start-up in eine größere Organisation eingebettet zu sein, die Möglichkeit, sich mit anderen Unternehmen in der Startphase auszutauschen sowie das große Angebot an interessanten Veranstaltungen“, so Senoner.

Nach fünf Jahren ist alpitronic in einen eigenen Sitz am Bozner Boden umgezogen – trotzdem fühlt man sich bei IDM noch stark mit dem ehemaligen Start-up verbunden: „Wir sind sehr stolz, dass alpitronic den Sprung unter die 1.000 wachstumsstärksten Unternehmen Europas geschafft hat“, sagt Petra Gratl vom IDM-Gründerzentrum. „Das Start-up hat von Anfang an einen Werdegang wie aus dem Lehrbuch an den Tag gelegt, ohne derbe Rückschläge und große Kursänderungen. Für das Gründerzentrum ist diese Erfolgs­geschichte eine Bestätigung unserer Arbeit und wir hoffen, dass sie andere junge Tüftler dazu ermutigt, mit unserer Hilfe den Schritt in die Unternehmensgründung zu wagen.“

Alpitronic war bis 2015 im IDM-Gründerzentrum in Bozen angesiedelt. Das Gründerzentrum hilft all jenen, die eine innovative Geschäftsidee mit viel Potenzial haben, sie in einem Start-up zu konkretisieren. Nach der Unternehmens­gründung unterstützt es die Start-ups für drei bis fünf Jahre und hilft ihnen durch Tutoring, Kontaktvermittlung, Net­working und die Suche nach Finanzierungen auf dem Weg zum Erfolg.

Von: luk

Bezirk: Bozen