Weideprämie für gealpte Tiere verzeichnet hohen Zuspruch - Erfahrungen von Alminteressentschaften

Ansporn für Viehzüchter, Mehrwert für Tierwohl, Belebung der Almen

Donnerstag, 20. August 2026 | 12:39 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Bozen – “Die Weideprämie bewirkt, dass die Viehbestände konstant bleiben”, sagt Ulrich Gögele, Obmann der Alminteressentschaft Seeberalm im Passeiertal, “es bewegt sich etwas in der Aufzucht”. Das bestätigt auch Kurt Moser, seit 2009 Obmann der Interessentschaft Oberputzergmoan im Sarntal: “Die Weideprämie ist extrem wichtig, eine super Idee, ein Anreiz, die Tiere auf die Alm zu bringen.” Diese Wirkung sieht auch der Obmann der Alminteressentschaft Ritten Andreas Vieider: “Die Bauern schätzen diese Förderung sehr, das Interesse, Vieh auf die Almen zu verbringen, ist gestiegen, und es ist auch mehr Vieh aufgetrieben worden.”

“Die Erhaltung und Weiterentwicklung der Milchwirtschaft und der Viehhaltung in Südtirol ist uns ein großes Anliegen”, unterstreicht Landwirtschaftslandesrat Luis Walcher: “Deshalb haben wir gezielt Anreize geschaffen, etwa die im Vorjahr in veränderter Form neu aufgelegte Weideprämie. Eine flächendeckende Bestoßung der Almen ist von grundlegender Bedeutung, um die Kulturlandschaft zu pflegen, die Berglandwirtschaft zu sichern und den Schutz vor Verbuschung zu gewährleisten. Diese Weideprämie für gealpte Tiere verzeichnet einen überraschenden Zuspruch und übertrifft unsere Erwartungen deutlich. Mich freut es, dass aus allen Landesteilen berichtet wird, dass wieder mehr Vieh aufgetrieben wird.”

Früher wurde diese Förderung – damals als Tiergesundheitsprämie beziehungsweise Alpungsprämie bezeichnet – vor allem für Jungrinder gewährt. Zudem konnte sie für jedes Tier nur einmal im Leben in Anspruch genommen werden. Im Gegensatz dazu sind heute alle Rinder und Pferde jährlich prämienberechtigt, sofern die Fördervoraussetzungen erfüllt werden.

“Bisher wurden 4866 gültige Ansuchen eingereicht, die Gesamtanzahl an Großvieheinheiten auf Almen belief sich mit Stand Ende Juli auf 36.500 Großvieheinheiten Rinder und 1730 Großvieheinheiten Pferde”, berichtet der Direktor des Landesamtes für Viehzucht Matthias Profanter: “Prämienberechtigt sind 34.000 Großvieheinheiten Rinder und 1100 Großvieheinheiten Pferde; man kann also sagen, dass voraussichtlich für 35.000 Großvieheinheiten die Prämie ausbezahlt wird.”

Bezirk: Bozen

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