Masterarbeit zur Bedeutung der Bauwirtschaft vorgestellt

“Bauwirtschaft ist zentraler Wirtschaftsmotor”

Donnerstag, 29. Oktober 2026 | 12:22 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Bozen – Die Bauwirtschaft schafft in Südtirol, ohne Berücksichtigung des Multiplikatoreffekts, jährlich einen Mehrwert von 1,9 Milliarden Euro, sie ist Arbeitgeber für mehr als 21.000 Menschen, darunter auch immer mehr Frauen: Dies geht aus der Masterarbeit von Giulia Baldessari vor, die heute am Sitz des Baukollegiums in Bozen vorgestellt wurde.

In ihrer Masterarbeit an der Freien Universität Bozen ging Giulia Baldessari der Frage nach, welche Rolle die Bauwirtschaft für Südtirol spielt. Sie untersuchte dabei sowohl die Zusammensetzung des Sektors als auch die wirtschaftliche Bedeutung. “Interessant ist dabei, dass die Lohnsumme sowohl bei den Arbeitern als auch bei den Angestellten in den letzten Jahren gestiegen ist, und zwar um 8,6 Prozent von 2024 auf 2025, wobei die Anzahl der Beschäftigten im Sektor nur um 6,2 Prozent wuchs. An die in der Bauwirtschaft beschäftigten Personen wurden 2025 insgesamt Löhne von über 289 Mio. Euro gezahlt. Von den Beschäftigten sind aktuell 1.124 Frauen, wobei eine klare Zunahme in den letzten Jahren zu sehen ist“, so Baldessari.

Ein sehr erfreulicher Trend, wie der Präsident des Baukollegiums, Christian Egartner, bestätigt: „Die Daten zeigen, dass unsere Branche ein attraktiver Arbeitgeber ist. Der Mehrwert, den unsere Unternehmen mit ihren Mitarbeitenden schaffen, spielt eine zentrale Rolle für den Erhalt des Wohlstands und der Wohlfahrt in Südtirol. In diesem Zusammenhang nicht zu vernachlässigen ist auch der Multiplikatoreffekt: Ein Euro, der in die Bauwirtschaft investiert wird, schafft 3,3 Euro an Nachfrage in den angrenzenden Bereichen, wodurch sich der Mehrwert von 1,9 Milliarden Euro bzw. 6,4 Prozent auf 6,27 Milliarden bzw. 21,25 Prozent erhöht.“

Für das Baukollegium wird damit einmal mehr bestätigt, dass Investitionen in Infrastrukturen ein wichtiger Wirtschaftsmotor sind und somit unerlässlich für ein modernes und wettbewerbsfähiges Südtirol. „Dies gilt es auch in der Diskussion um den Landeshaushalt zu beachten“, unterstreicht Egartner abschließend.

 

Bezirk: Bozen

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