Von: luk
Bozen – Am 28. Juli sind an der italienisch-österreichischen Staatsgrenze am Brenner die beiden Haupttunnelröhren des Brennerbasistunnels (BBT) durchbrochen worden.
„Der BBT ist ein strategisches Projekt, um den Norden und Süden Europas miteinander zu verbinden. Der Durchbruch ist nicht nur ein symbolischer Schritt in diese Richtung, sondern auch ein konkreter Fortschritt auf dem Weg zur Fertigstellung dieser wichtigen Infrastruktur. Gleichzeitig ist er ein eindrucksvoller Beleg für die Innovationskraft, das technologische Know-how und die Leistungsfähigkeit der beteiligten Unternehmen, Ingenieure und Fachkräfte“, unterstreicht Alexander Rieper, Präsident des Unternehmerverbandes Südtirol.
Mit derselben Entschlossenheit muss auch an der Realisierung der Zulaufstrecken nördlich und südlich des Brenners weitergearbeitet werden. „Der BBT wird nur dann zum Erfolgsmodell, wenn auch die Zulaufstrecken und die notwendige Terminalinfrastruktur rechtzeitig fertiggestellt werden“, betont der für Infrastruktur und Mobilität zuständige Vizepräsident des Unternehmerverbandes, Markus Kofler.
Damit der BBT künftig auch effizient genutzt wird, brauche es ein attraktives Angebot im Schienenverkehr. „Pünktliche und zuverlässige Verbindungen sowie wettbewerbsfähige Preise sind entscheidende Voraussetzungen dafür“, erklären Rieper und Kofler.
Der Fortschritt der Arbeiten sollte Ansporn sein, eine zukunftsorientierte und europäisch abgestimmte Mobilität voranzutreiben. „Einseitige und wettbewerbsverzerrende Verbote sind dafür der falsche Weg. Stattdessen braucht es koordinierte Regeln und Maßnahmen in Italien, Österreich und Deutschland“, ergänzen Rieper und Kofler.
Gleichzeitig wird auch die Straße weiterhin von zentraler Bedeutung bleiben. „Investitionen in die Autobahninfrastruktur sind daher ebenso notwendig. Digitales Verkehrsmanagement, zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen und der Ausbau der Ladeinfrastruktur sind dabei wesentlich“, so Rieper abschließend.




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