Elektro-Autos von BYD in einem chinesischen Hafen

Chinesische Autohersteller kritisieren EU-Strafzölle

Samstag, 06. Juli 2024 | 23:27 Uhr

Von: APA/Reuters

Der Verband der chinesischen Autohersteller (CAAM) hat die vorläufigen Strafzölle der EU für subventionierte Elektro-Autos aus China kritisiert. Der Verband bedauere die Entscheidung zutiefst und halte sie für absolut inakzeptabel, teilte die Branchenlobby Samstag mit. Die Hersteller hätten mit der EU-Kommission bei der Frage chinesischer Subventionen zusammengearbeitet. Aber bei der Untersuchung seien Fakten ignoriert worden, Ergebnisse hätten von vornherein festgestanden.

Die umstrittenen EU-Strafzölle waren am Freitag vorläufig für vier Monate in Kraft getreten. Zusätzlich auf den Standardsatz von zehn Prozent wird ein Ausgleichszoll zwischen 17,4 und 37,6 Prozent erhoben. Allerdings werden die Gespräche zwischen beiden Seiten nach EU-Angaben fortgesetzt und die Zusatz-Zölle könnten auch wieder wegfallen. Die Kommission hat ihre Entscheidung mit unfairen Wettbewerbsvorteilen durch hohe Subventionen für E-Autos aus China begründet. Das gefährde die europäischen Autobauer und ihre Umstellung auf Elektromobilität.

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4 Kommentare auf "Chinesische Autohersteller kritisieren EU-Strafzölle"


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Look_at_Yourself
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Universalgelehrter
15 Tage 11 h

Zölle sind immer das schlechteste Mittel der Industriepolitik.
Die Europäische (hauptsächlich die deutsche) Automobilindustrie hat es versäumt, bezahlbare E-Autos zu entwickeln und muß nun um den Massenmarkt fürchten. Nicht jeder kann sich ein Premiummodell leisten.
Die Zölle wurden von den Franzosen initiiert, weil die Franzosen, im Gegensatz zu den Deutschen, sich nicht so von China abhängig gemacht haben.

Oracle
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Kinig
14 Tage 15 h

Bildlich gesehen, sind die Chinesen auf der Überholspur zügig unterwegs, die Europäer ziemlich in Verspätung und anstatt die Ärmel hochzukrempeln, wird den anderen ordentlich Sand ins Getriebe geschüttet, damit die europäischen Konsumenten weiter überteuerte ineffiziente instandhaltungsintensive Verbrenner kaufen! Dazu noch die Abhängigkeit von Ölstaaten, die wir bei Strom auch nicht hätten, wenn man nicht weiter vor sich hinschläft.. und es gibt auch noch genügend Leute, die die EMobilität schlechtreden und weiterhin hohe Instandhaltzngskosten in Kauf nehmen….

Oracle
Oracle
Kinig
14 Tage 15 h

Wenn man sich vorstellt, dass ein EAuto viel weniger Teile braucht. Im Verhältnis braucht es 5 Leute, um ein Verbrennerauto zu bauem, 1 Person um ein EAuto zu bauen. EAutos lassen sich recht kostengünstig produzieren, die Kosten werden dann aber hoch gehalten, damit ordentlich verdient wird…und mal ehrlich, die Propagandamaschinerie der Verbrennerautoindustrie und die Ölmultis funktioniert scheints bei uns recht gut. Lieber 10€/100km für Benzin oder Diesel als 3€/100 km Strom… schon krass…

Jo73
Jo73
Superredner
14 Tage 10 h

Moment mal. China hat angefangen mit diesem unsäglichen staatlichen subventionieren von Produkten wie Photovoltaikzellen, von Batterien, nicht wir. 
Und in der Automationsbranche geben sie gerade mehr als Vollgas, da können wir uns warm anziehen, weil z.B. chinesische Hersteller wie Innovance einfach vom Staat angeschoben werden. Das ist aus unserer Sicht unlauterer Wettbewerb, den Chinesen ist es schnurzegal. Ich bin auch kein Freund von Zöllen und weiss, dass wir uns ins eigent Fleisch schneiden. Aber den Chinesen muss man schon mal zeigen,d ass es so nicht weitergeht, 

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