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Die digitale Achillesferse

Dienstag, 16. Mai 2017 | 10:27 Uhr

Bozen – Im 21. Jahrhundert wird längst auch auf digitale Weise Krieg geführt. Geheimdienste hacken sich in fremde Computer ein, um Schaden anzurichten oder Informationen zu stehlen, wie nicht zuletzt der NSA-Skandal bewies. Zu dumm nur, dass sich auch Kriminelle die neue Technologie zunutze machen.

Der weltweite Hackerangriff auf Computersysteme von Konzernen, Behörden und Privatleuten hat ein Rekordausmaß erreicht. Die europäische Polizeibehörde Europol registrierte mindestens 200.000 getroffene Computersysteme in 150 Ländern und die Zahl könnte sich weiter erhöhen.

Die G7-Finanzminister berieten in Bari Möglichkeiten einer verstärkten Zusammenarbeit beim Kampf gegen Cyber-Kriminalität. Das Problem schweißt also einerseits zusammen.

Andererseits wird es wohl beim digitalen Wettrüsten bleiben. Die besseren IT-Könner sind in Zukunft eindeutig im Vorteil.

Gerade im digitalen Zeitalter bleiben Computer-Systeme die Achillesferse, wo Gegner auf empfindliche Weise getroffen werden können.

 

Von: mk

Bezirk: Bozen

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12 Kommentare auf "Die digitale Achillesferse"


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tom
tom
Tratscher
13 Tage 12 h

Mit Backup wär das nicht passiert

Neumi
Neumi
Superredner
12 Tage 21 h

Kommt darauf an, wann das letzte Backup gemacht wurde ^^

Und mal ehrlich, keiner sichert seine gesamte Platte. Nutzerdateien und -Einstellungen reichen im Normalfall.

Das Problem bei einem MBR Virus (oder ähnlich) wie diesem ist, dass er sich – bevor er zuschlägt – auf allen Laufwerken und USB-Sticks bereits vorhanden ist.

Dann installiert man sein System neu, stellt die Sicherung wieder her und hat ihn beim nächsten Anstecken infizierter Speichermodule schon wieder.

Die DB hat garantiert Backups, nur dauert es eben seine Zeit, bis die Geräte wiederhergestellt und gesichert sind.

tom
tom
Tratscher
12 Tage 18 h

@Neumi
Firmen machen normalerweise täglich ein Backup der Dateien. BS-Dateien zu sichern ist sinnlos, da ein Wiederherstellen aus einem Image eine Sache von Minuten ist, mitsamt Einstellungen und Programmen.

Tabernakel
12 Tage 18 h

Mit Ahnung von der Materia wäre Dir diese dumme Bemerkung nicht passiert.

Pyro-Tekni-Kahn
Pyro-Tekni-Kahn
Grünschnabel
12 Tage 17 h
mutand
mutand
Neuling
11 Tage 18 h

@Neumi wow, wannacry ein MasterBootRecord Virus?
ich dachte, es were eine ransomware die sich wurmartige verbreitete ueber eine der NSA bekannte zero-day luecke im SMB stack von MS?

Laempel
Laempel
Grünschnabel
13 Tage 16 h

Je mehr sich der Mensch  mit digitalen Helferlein umgibt und sich ihnen in trügerischer Sicherheit wiegend mehr und mehr ausliefert, desto leichter kann er Spielball, Zielscheibe und Opfer von fremdgesteuerten böswilligen Aktionen werden. Wenn überhaupt, wird er meist erst aus erlittenem Schaden klug und erkennt erst dann schmerzlich, dass besonders in der digitalen Welt Vorsicht, gesundes Misstrauen und geeignete mehrfache Absicherungsmaßnahmen das Gebot der Stunde gewesen wären.
Auch in der Computerwelt werden wir noch unser blaues Wunder erleben und es nie und nimmer unbeschadet schaffen, wenn wir in naiver Gutgläubigkeit alle digitalen Außengrenzen sperrangelweit öffnen und alles ungefiltert hereinlassen.

Neumi
Neumi
Superredner
12 Tage 21 h

Dass jemand von außen in unser Haus eindringen kann und unsere
Unterlagen und Bücher verändern kann … das hat es in der Vergangenheit
nicht gegeben.

Das Schlimme an der vernetzten digitalen Welt ist, dass wir damit längst überfordert sind. Selbst die eingefleischten IT-ler unter uns können sich nicht vor jeder Bedrohung schützen.
Im Grunde ist alles, was wir tun können, uns eine anständige Anti-Virus Software zuzulegen und regelmäßig Updates zu installieren. Wir müssen darauf vertrauen, dass die Hersteller wissen, was sie tun.

Tabernakel
12 Tage 18 h

Wenn Du Win10 nutzt und die automatischen Updates installiert hast benötigst Du keinen zusätzlichen Virenschutz. Die integrierte Firewall und der Defender sind ausreichend.
Die Ursache für die jetzigen Infektionen sind fehlende Updates. Die Lösung gibt es schon seit Wochen. Aktuelle Betriebssyssteme sind nicht betroffen.

mutand
mutand
Neuling
11 Tage 18 h

Upps, als die Maer der schlangenoel branche, ein AV produkt erhoehe die sicherheit?
it risk analysts sind hier wohl keine unterwegs, doch fortbildung schadet nie, darum passend
https://www.heise.de/security/meldung/Podiumsdiskussion-heise-Security-hinterfragt-Antiviren-Software-3665196.html

Mikeman
Mikeman
Universalgelehrter
12 Tage 17 h

@ Neumi

“Im Grunde ist alles, was wir tun können, uns eine anständige Anti-Virus Software zuzulegen und regelmäßig Updates zu installieren. Wir müssen darauf vertrauen, dass die Hersteller wissen, was sie tun.”

Vertauen ist gut,nicht vertrauen ist besser 😀.
so oder so stehen wir eigentlich im Regen 😳
wer sind wohl die besten Virus Schreiber ??

Gredner
Gredner
Tratscher
11 Tage 23 h

Bei Win10 reicht (derzeit wohlgemerkt!) der integrierte Defender. Bei älteren BS sind die üblichen Kasperski, Norton & Co. fast gleichwertig. Bei einem älteren WinXP hingegen bietet Microsoft keine Updates mehr und was dort noch gut funktioniert ist z.B. Avast.

Wie Neumi schon sagt, ist ein aktueller AV nur ein Teil der Sicherheit und bietet keinen 100%-igen Schutz. Das wichtigste ist immer noch ein guter Hausverstand und nicht immer überall draufklicken!

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