Auf ganzer Linie verständlich

Gehalt greifbar machen

Montag, 07. September 2026 | 07:53 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Bozen – Seit dem 7. Juni 2026 ist es aufgrund der EU-Richtlinie zur Entgelttransparenz (EU 2023/970) in Italien Pflicht, in ausgeschriebenen Stellenanzeigen konkrete Gehaltsangaben zu machen. Und das nicht einfach irgendwie. Verlangt werden Bruttobeträge, da diese Vergleichbarkeit garantieren. Brutto-Netto-Rechner wie jener auf dolomitenmarkt.it zeigen, was davon schlussendlich wirklich in der eigenen Tasche landet.

Ziel der Richtlinie ist es, dem Gender-Pay-Gap entgegenzuwirken. Wer nämlich bei Gehaltsverhandlungen bereits weiß, welches Anfangsgehalt oder welche Gehaltsspanne für die gesuchte Position vorgesehen ist, läuft weniger Gefahr, sich unter dem Marktwert zu verkaufen.

Ein guter Ausgangspunkt ist das Bruttojahresgehalt (RAL), das je nach Kollektivvertrag 13 bis 14 Monatsgehälter umfasst. Von dieser Zahl wurden noch keine Abzüge für beispielsweise Sozialversicherungsbeiträge oder die Einkommensteuer (IRPEF) vorgenommen. Erst nachdem diese Kosten berücksichtigt wurden, ergibt sich das sogenannte Jahresnettogehalt.

Die Herausforderung besteht darin, die Umrechnung vorzunehmen. Denn nicht für alle Beschäftigten gelten dieselben Voraussetzungen. Die familiäre Situation, der Wohnort und die Höhe des Einkommens beeinflussen ebenso wie der Anspruch auf öffentliche Förderungen, ob mehr oder weniger vom Gehalt übrigbleibt.

Um diese Rechnung zu vereinfachen, existieren digitale Brutto-Netto-Gehaltsrechner. Die von den Arbeitgebenden gelieferten Informationen können schnell und einfach in diese eingetippt werden. Anhand aktueller Steuersätze ermitteln sie dann die in etwa zu erwartende Nettosumme. Betont wird jedoch, dass die Ergebnisse der reinen Orientierung dienen und nicht als rechtsverbindliche Auskunft.

Daneben darf nicht vergessen werden, dass betriebliche Zusatzleistungen nicht miterfasst werden. Dazu gehören unter anderem Mitarbeitervergünstigungen, Firmenwagen oder Tankgutscheine. Bevor man also die Attraktivität eines Arbeitsplatzes bewertet, sollte man sich ein klares Gesamtbild über alle Vergütungsbestandteile verschaffen.

Nichtsdestotrotz sind die Rechner ein Hilfsmittel, besonders da Kalkulationen bei manchen Anwendungen umgekehrt werden können. Ein Beispiel dafür ist das kostenlose Tool auf dolomitenmarkt.it. Durch dessen Nutzung kann man sich in Ruhe überlegen, was auf dem Lohnzettel effektiv stehen soll, bevor man sich auf die Jobsuche begibt. Dadurch ist man effizienter und filtert Angebote aus, die nicht den eigenen Vorstellungen entsprechen. Auch für spätere Gespräche über eine Gehaltserhöhung kann es zur Vorbereitung herangezogen werden.

Hier geht’s zum Brutto-Netto-Gehaltsrechner auf dolomitenmarkt.it.

Bezirk: Bozen

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