Teurer Bierstreit in Griechenland

Heineken soll 111 Mio. Euro Schadenersatz zahlen

Mittwoch, 21. Oktober 2026 | 14:24 Uhr

Von: importer

Dem niederländischen Bierkonzern Heineken droht wegen des Geschäftsgebarens seiner griechischen Tochter eine Schadenersatzzahlung von 111 Mio. Euro. Ein niederländisches Gericht habe der griechischen Brauerei Macedonian Thrace Brewery (MTB) die Summe in einem Rechtsstreit mit der Heineken-Tochter Athenian Brewery zugesprochen, teilte Heineken am Mittwoch mit. Der Konzern kündigte umgehend Berufung an, da man mit der Urteilsbegründung nicht einverstanden sei.

Die Forderung setzt sich aus 43 Millionen Euro Schadenersatz und 68 Millionen Euro an aufgelaufenen Zinsen zusammen.

Hintergrund ist das Geschäftsgebaren von Athenian Brewery zwischen 1998 und 2014. Die griechische Wettbewerbsbehörde hatte die Heineken-Tochter bereits 2015 wegen Missbrauchs ihrer marktbeherrschenden Stellung zu einer Geldstrafe von 31,5 Mio. Euro verurteilt. In dem nun entschiedenen Zivilverfahren kritisierte Heineken, die Forderung von MTB sei unrealistisch. Das Gericht habe Annahmen über Umsatz, Preisgestaltung und Rentabilität von MTB in einem hypothetischen Szenario getroffen. “Wir glauben nicht, dass der zugesprochene Schadenersatz diese Überlegungen angemessen widerspiegelt”, teilte der Brauereikonzern mit.

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