Von: Sophia Molitor
Kaltern – Neue Wohnformen, mehr Grün statt Asphalt und bessere Wege durchs Dorf: Wie sich Kaltern in den kommenden Jahren entwickeln könnte, zeigte die Abschlusspräsentation des Gemeindeentwicklungsprogramms für Raum und Landschaft am 8. Oktober im Filmtreff Kaltern.
Nach der Begrüßung durch Bürgermeister Christoph Pillon und einem Rückblick auf den Bürgerbeteiligungsprozess stellte das Planungsteam rund um Projektkoordinator Philipp Rier (LIA Collective) die Vision „Kaltern 2040“ vor. Im Mittelpunkt standen konkrete Maßnahmenvorschläge in den Bereichen Siedlung, Landschaft, Mobilität und Tourismus.
Ein zentraler Bestandteil des Gemeindeentwicklungsprogramms war die umfassende Bürgerbeteiligung, die bereits 2024 gestartet wurde. Ziel war es, möglichst viele Menschen einzubinden und ihre Bedürfnisse, Sichtweisen und Ideen in die zukünftige Entwicklung Kalterns einfließen zu lassen.
Die Resonanz war groß: Neun öffentliche Veranstaltungen, darunter drei Treffen mit Kindern und Jugendlichen, mehr als 1.000 beantwortete Fragebögen, ein Dorfspaziergang, sowie Ideenboxen und Gespräche mit Vereinen und Interessengruppen lieferten zahlreiche Anregungen. Begleitet und moderiert wurde der partizipative Prozess von Michael Nussbaumer.
„Uns war von Anfang an wichtig, die Zukunft unserer Gemeinde gemeinsam mit den Menschen zu gestalten. Deshalb haben wir bewusst auf unterschiedliche Beteiligungsformate gesetzt. Viele dieser Anregungen werden uns auch in Zukunft bei konkreten Projekten und politischen Entscheidungen begleiten. Kaltern 2040 ist deshalb kein Abschluss, sondern ein Beginn“, betont Gemeindereferent Lukas Luggin.
Aufwertung und Grünflächen
Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung wurden vom Planungsteam aufgegriffen und in konkrete Maßnahmenvorschläge übersetzt. So soll beispielsweise geprüft werden, ob sich Klosteranlagen für Mehrgenerationenwohnen eignen. Weitere Vorschläge betreffen die Aufwertung des Ortseingangs, zusätzliche Grün- und Freiflächen sowie die Entsiegelung geeigneter Plätze. Auch ein Spielplatz am See und eine Gehsteigverbindung zwischen Unterplanitzing und Oberplanitzing sind vorgesehen.
Mit der Abschlusspräsentation liegt nun ein Programm vor, das als Orientierung für die langfristige Gemeindeentwicklung dienen soll. Als Nächstes ist der Gemeinderat am Zug: Ihm obliegen die Genehmigung des Gemeindeentwicklungsprogramms und die Einleitung des Genehmigungsverfahrens.
„Kaltern liegt uns allen am Herzen. Gemeinsam haben wir ein zukunftsweisendes Programm auf die Beine gestellt, das eine klare Orientierung für die Entwicklung unserer Gemeinde in den kommenden Jahren bietet. Dabei geht es darum, die hohe Lebensqualität in Kaltern zu bewahren und neue Herausforderungen frühzeitig anzugehen. Ein herzliches Danke an alle, die mitgedacht, ihre Vorstellungen geteilt und ihre Ideen eingebracht haben“, so Bürgermeister Christoph Pillon.
Hier ist die vollständige Abschlusspräsentation abrufbar.




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