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Microsoft legt Mindestvorgaben für KI-PCs fest

Mittwoch, 22. Mai 2024 | 11:06 Uhr

Von: APA/dpa

Microsoft will mit Mindestvorgaben für die neuen Windows-Computer dafür sorgen, dass immer genug Leistung für KI-Anwendungen vorhanden ist. Die Modelle von KI-PCs aller Hersteller müssen nicht weniger als 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 GB Hauptspeicher haben, hieß es von Microsoft bei der Ankündigung im Rahmen eines Events im Vorfeld der jährlichen Entwicklerkonferenz Build.

Im Mittelpunkt steht bei Personal Computern in Zukunft die hauseigene Assistenzsoftware Copilot, die mit Technologie des ChatGPT-Erfinders OpenAI entwickelt wurde. Die künftigen Geräte bekommen eine neue Architektur, die Microsoft “Copilot + PC” nennt. Besonders ist ein zusätzlicher NPU-Chip (Neural Processing Unit), mit dem die KI-Anwendungen schneller laufen sollen.

Als Hauptprozessor kommt bei den ersten Modellen Qualcomms Snapdragon X zum Einsatz. Es ist ein Chip auf Basis von Architektur des Chipdesigners ARM, die auch in praktisch allen Smartphones steckt. Dank der zwei Chips sollen die neuen Windows-Computer schließlich schneller als Apples Macs laufen. Der iPhone-Konzern hatte mit dem Übergang zu ARM-Chips aus eigener Entwicklung Windows-Maschinen bei Tempo und Batterielaufzeit abgehängt. KI-PCs mit neuen X86-Prozessoren von Intel und AMD soll es später geben.

Ein Beispiel für die KI-Funktionen, die die neue Technik ermöglichen soll, ist “Recall”, eine verbesserte Suche auf dem Computer. Die Software speichert in kurzen Abständen Screenshots, deren Inhalt von KI erfasst wird. Kann man sich zum Beispiel bei einem Rezept nur erinnern, dass man es auf einer Website mit einem Hahn im Logo gesehen hat, soll es reichen, das in die “Recall”-Suchmaske zu schreiben. Dann fischt das Programm alle Bildschirmaufnahmen mit einem Hahn heraus. Über den Screenshot gelangt man dann auch direkt auf die Website.

Nutzer können festlegen, dass von bestimmten Websites keine Screenshots gemacht werden sollen. Und um Vertrauen beim Datenschutz zu gewinnen, lässt Microsoft die Funktion nach eigenen Angaben nur auf dem PC selbst laufen. Bei der Mindestkonfiguration mit 256 GB Speicher dürfen dadurch Bildschirmaufnahmen aus rund drei Monaten Nutzungszeit gespeichert werden. Um die Funktion zu demonstrieren, befüllte Microsoft die PCs mit verschiedenen Arten von Daten.

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