Von: APA/dpa/Reuters
An deutschen Airports ist der Lufthansa-Streik angelaufen und hat bereits Donnerstagfrüh zu Dutzenden Flugstreichungen geführt. Der ganztägige Arbeitskampf der Piloten und des Kabinenpersonals startete kurz nach Mitternacht. Die AUA-Mutter sprach zunächst von “umfangreichen Streichungen”. Nach Angaben des Flughafenverbands ADV dürften über 460 Flüge mit rund 69.000 Passagieren ausfallen. Die AUA ist von den Streiks nicht betroffen.
Auf den Abflugplänen größerer Flughäfen wie Frankfurt und Berlin finden sich nur ganz vereinzelte Lufthansa-Verbindungen, die aufrechterhalten werden sollen. Fluggäste sollten vor allem auf digitalen Wegen informiert werden und möglichst nicht auf eigene Faust zum Flughafen kommen. Ab Freitag will die Lufthansa “weitestgehend wieder den normalen Flugplan anbieten”.
AUA und andere Lufthansa-Töchter nicht betroffen
Nicht von dem Streikaufruf betroffen sind neben den Flügen der ausländischen Gesellschaften Austrian Airlines (AUA), Swiss, Ita und Brussels Airlines auch die deutschen Lufthansa-Töchter Eurowings und Discover. Die AUA hatte im Vorfeld auf APA-Anfrage mitgeteilt, dass Fluggäste, die vom Streik betroffene Zubringer- oder Anschlussflüge mit Lufthansa haben, automatisch informiert und umgebucht werden sollen.
Die rund 4.800 Piloten streiken bei Lufthansa und der Frachttochter Lufthansa Cargo für höhere Betriebsrenten. Die rund 20.000 Kabinenbeschäftigten wollen mit einem Warnstreik Tarifverhandlungen zu mehreren Themen erzwingen. Hier hat die Gewerkschaft Ufo auch das Personal der von der Schließung bedrohten Regionaltochter Lufthansa Cityline zum Ausstand aufgerufen. Der Vorstand hat die Forderungen zurückgewiesen.




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