Von: Redaktion Südtirol News
Bozen/Partschins – Die Verwirklichung der Umfahrung von Rabland in der Gemeinde Partschins rückt näher. Bei der Sitzung am 4. September hat die Landesregierung die Änderung des Bauleitplans der Gemeinde genehmigt und die Trasse der Umfahrung von Rabland darin eingetragen. Bereits im März waren die technischen Eigenschaften des Projekts beschlossen und die Investitionen von rund 75 Millionen Euro über das Ressort für Infrastrukturen und Mobilität gesichert worden.
“Nun können wir die Ausschreibung für die Planung des Bauwerks auf den Weg bringen”, zeigt sich Infrastrukturen- und Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider zufrieden. “Nach vielen Jahren der Diskussion über unterschiedlichste Lösungsansätze im unteren Vinschgau haben wir jetzt alle Voraussetzungen geschaffen, um mit dieser Trasse die lang erwartete Verkehrsentlastung für Rabland zu erreichen”, sagt Alfreider.
Auch Landesrat Peter Brunner, zuständig für Raumentwicklung und Einbringer des Beschlusses, unterstreicht die Bedeutung des Vorhabens: “Die Umfahrung verbessert die Lebensqualität in Rabland und verbindet die notwendige Verkehrsentlastung mit einem möglichst schonenden Umgang mit Raum und Landschaft. Das ist eine grundlegende Voraussetzung für eine positive Entwicklung des Dorfes.”
Im Sommer 2022 hatte die Landesabteilung Tiefbau eine Analyse der verschiedenen Projektvorschläge und Varianten in Auftrag gegeben. Unter Berücksichtigung zahlreicher technischer und landschaftlicher Aspekte erwies sich die nun in den Bauleitplan aufgenommene Trasse als die beste Lösung. Seit Ende 2022 fanden in Partschins zahlreiche Treffen zwischen Landesrat Alfreider, Vertretern der Gemeinde Partschins, darunter Bürgermeister Alois Forcher, sowie den Fachleuten des Landes statt. Der kontinuierliche Austausch zwischen Land und Gemeinde leistete einen entscheidenden Beitrag zur Ausarbeitung einer nachhaltigen Lösung, in die auch die Bevölkerung und die betroffenen Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer eingebunden wurden, heißt es vom Mobilitätsressort. Die Menschen vor Ort waren am 14. Juni 2024 bei einer Informationsveranstaltung in Rabland umfassend über die vergleichenden Variantenstudien informiert worden. Im Oktober 2024 hat auch der Gemeinderat von Partschins den entsprechenden Beschluss genehmigt.
Zu den wichtigsten Zielen des Projekts zählen die Entlastung des Ortszentrums vom Durchgangsverkehr, die Verringerung von Schadstoff- und Lärmemissionen sowie eine höhere Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden, so Alfreider. Die nun in den Bauleitplan aufgenommene Variante weise einen verhältnismäßig geringen Flächenverbrauch auf und erfordere vergleichsweise geringe Eingriffe in Natur und Landschaft, erklärt Brunner.
Die Umfahrung wird insgesamt 1,40 Kilometer lang, davon verlaufen rund 820 Meter im Tunnel. Dadurch soll der tägliche Durchzugsverkehr von derzeit rund 17.000 Fahrzeugen aus dem Ortszentrum verlagert werden.
Die Gesamtinvestitionen für das Vorhaben, einschließlich Bauarbeiten und technischer Planungskosten, werden auf rund 75 Millionen Euro geschätzt.




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