Von: Redaktion Südtirol News
Bozen – Das Labor für Luftanalysen und Strahlenschutz der Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz setzt sich täglich dafür ein, die Qualität der Luft, die die Menschen in Südtirol atmen, zu schützen. Dazu überwacht und wertet es erhobene Daten aus und ergreift kurz- und langfristige Informationsmaßnahmen.
Die geltenden Rechtsvorschriften legen die Grenzwerte für die einzelnen Luftschadstoffe fest, ebenso wie die Methoden nach denen die Luftqualität bewertet wird. Dies gilt selbstverständlich auch für Innenräume, also für Wohnungen, Büros, Schulen und Verkehrsmittel.
Projekt “necessARIA” endet im Dezember
Jede menschliche Tätigkeit belastet die von außen einströmende Luft zusätzlich, zum Beispiel durch organische Gase und Feinstaub und beeinträchtigt dadurch die Lebensqualität in Innenräumen. Das Projekt “necessARIA” das im März 2023 in Bozen gestartet ist und über den Nationalen Ergänzungsplan (PNC) finanziert wird, verfolgt das Ziel, Kompetenzen und Strategien zur Luftqualität in Schulgebäuden zu fördern, weiterzuentwickeln und zu teilen. Darüber hinaus soll ein Muster-Ausschreibungstext für Planung, Lieferung, Installation und Wartung entsprechender Anlagen erarbeitet werden.
“Ausreichender Luftaustausch bringt zahlreiche Vorteile, insbesondere in Schulen”, erklärt Gianmaria Fulici, Techniker des Labors für Luftanalysen und Strahlenschutz. “Dazu gehören die Verringerung von Fehlzeiten aufgrund von Atemwegserkrankungen wie Asthma und Allergien sowie der Umweltfaktoren, die diese verursachen. Außerdem verbessert sich die Konzentrationsfähigkeit von Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften. Dies wirkt sich positiv auf die schulischen Leistungen, auf die soziale Integration und auf die Eingliederung von Kindern mit Asthma und Allergien aus.”
Das vom italienischen Gesundheitsministerium in Rom geförderte Projekt wird vom Land über die Landesagentur für Umwelt und Klimaschutz koordiniert. Es endet im Dezember 2026. Bis dahin werden die von Messgeräten in den Schulen erhobenen Daten ausgewertet und mit Gesundheitsfragebögen sowie Anwesenheits- und Fehlzeitenregistern verglichen.
Fokus auch auf Radon
Ein weiterer Gesundheitsrisikofaktor, den man unter Kontrolle halten soll, ist Radon, heißt es von der Landesumweltagentur. “Das im Boden vorhandene Uran ist von Natur aus radioaktiv und unterliegt daher einem Zerfallsprozess. Dabei wird Energie freigesetzt und es entstehen neue Elemente. Eines davon ist Radon. Da es sich um ein Gas handelt, kann es sich ausbreiten und wird unter geeigneten Temperatur- und Druckbedingungen leicht in Innenräume eingesogen”, erklärt Luca Verdi, Direktor des Labors für Luftanalysen und Strahlenschutz.
Das Labor für Luftanalysen und Strahlenschutz sensibilisiert auf der Messe “Good Life” vom 13. bis 15. November 2026 auf dem Messegelände Bozen zu diesem Thema. Dabei werden die Tätigkeiten des Labors vorgestellt. Mithilfe einer Versuchskammer wird zudem ein realer Raum simuliert, um zu veranschaulichen, wie sich die Luftverschmutzung in Innenräumen entwickelt.




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