hds zum Haushalt

“Wer die Kaufkraft stärkt, muss auch die Betriebe stärken”

Donnerstag, 29. Oktober 2026 | 14:12 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Bozen – Mehr Kaufkraft für die Menschen, weniger Belastungen für die Betriebe: Der Wirtschaftsverband hds bewertet in einer ersten Stellungnahme den gestern vom italienischen Ministerrat verabschiedeten Haushaltsentwurf für 2027 als ersten Schritt in die richtige Richtung. „Die geplanten Steuerentlastungen sind ein wichtiges Signal. Denn mehr verfügbares Einkommen bedeutet mehr Konsum, mehr Nachfrage und damit auch mehr Wertschöpfung für unsere heimischen Betriebe“, betont hds-Präsident Philipp Moser.

Positiv bewertet der hds insbesondere die geplante Ausweitung der niedrigeren Einkommenssteuer. Auch die angekündigte Ausdehnung der Cedolare secca, der begünstigten Besteuerung von Mieteinnahmen, auf Geschäftslokale könnte neue Impulse gegen Leerstände und für lebendige Orts- und Stadtzentren setzen.

Kritisch sieht der Wirtschaftsverband hingegen, dass das angekündigte Maßnahmenpaket zur Senkung der Energiekosten vorerst vertagt wurde. „Gerade kleine und mittlere Unternehmen brauchen jetzt spürbare Entlastungen bei Strom, Energie und Abgaben. Hohe Betriebskosten schmälern die Wettbewerbsfähigkeit und bremsen Investitionen“, unterstreicht Moser. Für den hds muss der Staatshaushalt deshalb auch gezielt das Unternehmertum stärken: durch weniger Bürokratie, steuerliche Entlastungen, Investitionsanreize und bessere Rahmenbedingungen für die lokale Wirtschaft.

„Wer Kaufkraft stärkt, muss auch jene Betriebe stärken, bei denen diese Kaufkraft ankommt. Denn ohne wirtschaftlich gesunde Unternehmen gibt es weder sichere Arbeitsplätze noch lebendige Ortszentren. Daran muss sich der Haushalt 2027 messen lassen“, so Moser abschließend.

Nun müssen Kammer und Senat den Haushaltsentwurf bis Jahresende verabschieden.

Bezirk: Bozen

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