Von: Ivd
Bozen – Der lvh hat kürzlich gemeinsam mit hochkarätigen Fachexperten ein Webinar organisiert, das die Mitgestaltungsmöglichkeiten beim Gemeindeentwicklungsprogramm in den Mittelpunkt stellte.
Ein reger Austausch aus politischer, technischer und wirtschaftlicher Sicht prägte das Webinar zum Gemeindeentwicklungsprogramm. Hochkarätige Referenten wie Rechtsanwalt Paul Lintner, Andreas Schatzer, Bürgermeister von Vahrn, Heinrich Ferretti, Präsident der Südtiroler Freiberufler, Angelika Wiedmer Perkmann, Sprecherin der Arbeitsgruppe Gemeindepolitik im lvh, sowie lvh-Präsident Martin Haller, lvh-Vizepräsident Hannes Mussak und lvh-Direktor Walter Pöhl diskutierten mit zahlreichen Orts- und Bezirksobleuten über die Weichenstellungen für die zukünftige Gemeindeentwicklung.
Im Mittelpunkt stand das neue Landesgesetz für Raum und Landschaft. Wie Rechtsanwalt Lintner erläuterte, zielt dieses auf die Einschränkung des Bodenverbrauchs ab, die Sicherung der Arbeits- und Lebensqualität, die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinden, die Aufwertung bestehender Bausubstanz und die Förderung von leistbarem Wohnraum. Zentrales Instrument ist dabei das Gemeindeentwicklungsprogramm, ein strategisches Dokument mit einer Laufzeit von mindestens zehn Jahren. „Wer sich jetzt nicht einbringt, hat später kaum mehr Möglichkeiten für Änderungen“, so Lintner.
Martin Haller betonte die große Bedeutung des Gemeindeentwicklungsprogramms für die Gemeinden: „Hier werden die Weichen gestellt für künftige Erweiterungen und Neuansiedlungen von Handwerksbetrieben.“ Angelika Wiedmer Perkmann unterstrich die Rolle des Handwerks: Handwerkerinnen und Handwerkern sollten frühzeitig den Dialog mit den Gemeindevertretungen suchen, um praxisnahe Lösungen zu entwickeln.
Praxisberichte lieferten Andreas Schatzer und Heinrich Ferretti. Schatzer schilderte die gemeindeübergreifende Vorgehensweise von Vahrn gemeinsam mit Brixen, Natz-Schabs und Franzensfeste und hob die Bedeutung der Bürgerbeteiligung hervor: „Wer nichts sagt, ist später oft am lautesten unzufrieden.“ Ferretti verwies darauf, dass die Abgrenzung der Siedlungsgebiete entscheidend sei, da sie den Gemeinden den notwendigen Handlungsspielraum sichere.




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