Von: Sophia Molitor
Bozen – Die „Südtiroler in der Welt“ beraten seit 2004 Südtiroler im Ausland, Rückkehrer und Grenzpendler. Die Diskussion über eine zentrale Anlaufstelle für Rückkehrer ist ein wichtiger Schritt, um Südtirolerinnen und Südtiroler die Heimkehr zu erleichtern. Angesichts des Brain Drains und der Abwanderung junger, gut ausgebildeter Menschen gilt es, Rückkehrwillige gezielt zu unterstützen und ihnen den Zugang zu Informationen und Beratung zu erleichtern.
Die „Südtiroler in der Welt“ sind eigenständiger Verein im KVW und verweisen auf ihre langjährige Erfahrung. Seit 2004 beraten sie Südtiroler im Ausland und haben ihr Angebot kontinuierlich ausgebaut. Ging es anfangs vor allem um Rente und Staatsbürgerschaft, reicht das Spektrum heute von Steuern, Krankenversicherung, Kindergeld, GIS, Arbeit und Wohnbau bis zu Erbrecht und Rücksiedlung. Seit 2017 gibt es zudem ein eigenes Grenzpendlerbüro mit Beratung für Pendler in die Schweiz und nach Österreich.
Die Beratung erfolgt persönlich in den Büros in Bozen und Mals, telefonisch und per E-Mail. Über die Zeitschrift „Heimat und Welt“, die Homepage und die Facebook-Seite informieren die „Südtiroler in der Welt“ zudem über aktuelle Themen, gesetzliche Neuerungen und wichtige Entwicklungen.
Die Nachfrage bestätigt den Bedarf: Im vergangenen Jahr gab es 215 Beratungen, heuer sind es bereits rund 200. Der Verein zählt derzeit 411 Mitglieder und rechnet bis Jahresende mit weiterem Zuwachs.
Begleitung bei einer Rückkehr ist entscheidend
Eine Rückkehr wirft meist mehrere Fragen gleichzeitig auf. Es geht nicht nur um einzelne bürokratische Schritte, sondern um das Zusammenspiel verschiedener Bereiche, das für einen gelungenen Neustart entscheidend ist. Wesentliches Merkmal des Angebots ist deshalb die umfassende und kontinuierliche Begleitung.
„Wir begrüßen es, wenn die Rückkehr nach Südtirol stärker in den Mittelpunkt rückt und Menschen dabei gezielt unterstützt werden. Unsere langjährige Erfahrung zeigt, wie wichtig eine verlässliche Anlaufstelle ist, die unterschiedliche Fragen zusammenführt und individuelle Anliegen kennt“, betonen Vorsitzender Werner Atz und Geschäftsführerin Jenny Pech.
Beim Aufbau einer Anlaufstelle, eines sogenannten One-Stop-Shops, sollten daher die bestehenden Beratungsangebote und das über viele Jahre gewachsene Fachwissen einbezogen werden. So lassen sich vorhandene Kompetenzen nutzen, Angebote sinnvoll ergänzen und Rückkehrer bestmöglich unterstützen. Ziel muss es sein, Rückkehrwilligen den Weg zu erleichtern und ihnen verlässliche Orientierung zu bieten. Die „Südtiroler in der Welt“ bringen dafür ein bewährtes Beratungsangebot mit.




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