Von: importer
Der chinesische Präsident Xi Jinping und sein Schweizer Amtskollege Guy Parmelin haben sich am Freitag in Peking zur Unterzeichnung eines erweiterten Freihandelsabkommens getroffen. Dieses gewährt der Schweiz einen für ein europäisches Land ungewöhnlich freien Zugang zum chinesischen Markt und steht im Gegensatz zu den zunehmenden Handelsbarrieren der USA und der Europäischen Union.
“Dies ist ein neuer Schritt in unseren Beziehungen”, sagte Parmelin auf einer Pressekonferenz in Peking. Künftig sollen 99,8 Prozent der Schweizer Exporte zollfreien Zugang zum chinesischen Markt haben. Xi sagte, das Abkommen zeige politischen Mut beider Länder. China ist nach der EU und den USA der drittwichtigste Handelspartner der Schweiz.
Diplomaten: China will Image als Verfechter des Freihandels stärken
Vertreter Chinas und der Schweiz hatten das erweiterte Freihandelsabkommen im August bekannt gegeben, ein Jahr nachdem US-Präsident Donald Trump die Schweiz mit den höchsten US-Handelszöllen in Europa belegt hatte. Demnach können Schweizer Unternehmen ihre Waren künftig voraussichtlich nahezu vollständig zollfrei nach China exportieren. Das verbesserte Abkommen sichert zudem den Zugang von Schweizer Investoren zum chinesischen Markt. Darüber hinaus werden die Bestimmungen zu Umweltfragen und Arbeitsrechten gestärkt.
Westliche Diplomaten sehen in dem Abkommen den Versuch Chinas, sein Image als Verfechter des Freihandels aufzupolieren, während sich die US-Regierung vom Multilateralismus abwende. “Dies verschafft der Schweiz einen besseren Marktzugang zu China, aber es ist auch für China sehr wichtig zu zeigen, dass es im Herzen Europas ein Land gibt, das bereit ist, die Handelshürden mit China abzubauen”, sagte Bernardino Regazzoni, ein ehemaliger Schweizer Botschafter in China. Die Verhandlungen zur Modernisierung des Abkommens aus dem Jahr 2014 waren im September 2024 offiziell aufgenommen worden und wurden nach fünf Runden abgeschlossen.




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