Medizinisch-Wissenschaftliche Koordinierungsgruppe der Therme Meran

Zwei neue Studien zu Atemwegserkrankungen in der Therme Meran

Donnerstag, 12. Juli 2018 | 12:24 Uhr

Meran – Die wissenschaftliche Tätigkeit der Therme Meran zum Thema Atemwegserkrankungen geht weiter. Auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung der Medizinisch-Wissenschaftlichen Koordinierungsgruppe stand die Machbarkeit von zwei neuen Studien. Dabei soll vor allem die Wirkung des Thermalwassers in Kombination zu Antibiotikakuren untersucht werden.

Die Medizinisch-Wissenschaftliche Koordinierungsgruppe will ihre wissenschafltiche Tätigkeit über die Wirkung des Thermalwassers weiter vorantreiben und die wichtige Funktion der Therme Meran als Kompetenzzentrum für Gesundheit und Wohlbefinden festigen. In den vergangenen Jahren wurde durch mehrere Studien, die auch international Beachtung gefunden haben, die positive Wirkung des Thermalwassers bereits bestätigt: Inhalationstherapien mit dem radonhaltigen Thermalwasser haben eine positive Wirkung bei chronischen Atemwegserkrankungen ebenso wie bei Allergien.

Wirkung von Thermalwasser-Inhalationen wird untersucht

Bei der jüngsten Sitzung wurden zwei neue wissenschaftliche Studien und deren Machbarkeit erörtert. So sollen in einer Studie zwei Test-Gruppen ein Jahr lang beobachtet werden, die sich immer wieder Antibiotikatherapien aufgrund einer Erkrankung der Atemwege unterziehen müssen: Eine der beiden Gruppen macht zudem ergänzend eine Therapie mit Thermalwasser-Inhalationen in der Therme Meran, um deren langfristige Wirkung zu analysieren. Die Frage ist, ob die Inhalationen zu weniger Rückfällen bei den Probanden führen bzw. ob die Probanden weniger Antibiotikakuren brauchen.

Eine weitere Studie wurde in Auftrag gegeben, welche die Wirksamkeit des Thermalwassers zur Auflösung des Biofilms (Schutzfilm) analysiert. Die Bakterien, welche die Schleimhäute der Atemwege angreifen, bilden diesen Biofilm und verhindern somit die Wirkung von Antibiotika. Die Studie soll feststellen, inwieweit Thermalwasser der Therme Meran den Biofilm auflöst und dadurch die Behandlung mit Antibiotika wirksamer macht.

Hochkarätige Medizinisch-Wissenschaftliche Koordinierungsgruppe

Der Medizinisch-Wissenschafltichen Koordinierungsgruppe der Therme Meran gehören bekannte Persönlichkeiten an:

Prof. Desiderio Passali, Klinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde der Universität Siena und Präsident der „International Federation of Otorhinolaryngeal Societies (IFOS)“, Vorsitzender der Medizinisch-Wissenschaftlichen Koordinierungsgruppe der Therme Meran;
Dr. Roberto Magnato, Primar der HNO-Abteilung und der Kiefer- und Gesichtschirurgie im Krankenhaus Meran;
Prof. Roberto Mattina, Direktor der Abteilung für wissenschaftliche Biomedizin und Virologie an der Universität Mailand;
Prof. Ralph Mösges, Leiter des Instituts für Statistik, Informatik und medizinische Epidemiologie an der Universität Köln (Deutschland) und Vizepräsident der INTERASMA (International Association of Asthmology);
Dr. Salvatore Lo Cunsolo, Sanitätsdirektor der Therme Meran.

 

Bildinfo: Thermen-Präsident Andreas Cappello, Prof. Roberto Mattina mit Begleitung, Dr. Roberto Magnato, Prof. Ralph Mösges mit Begleitung, Prof. Desiderio Passali, Thermen-Direktorin Adelheid Stifter und Dr. Salvatore Lo Cunsolo (v.l.n.r.)

Von: luk

Bezirk: Burggrafenamt

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