Aktionärskomitee mit Zwischenbilanz

1.250 Aktionäre senden eine Maxi-Beschwerde an die Südtiroler Volksbank

Dienstag, 05. Oktober 2021 | 10:12 Uhr

Bozen – Mehr als 2.000 Aktionäre der Volksbank haben dem “Aktionärskomitee Südtirol” ihr Interesse bekundet, bei einer Schadenersatzklage gegen die Bank unterstützt zu werden. Für über 1.250 von ihnen wurde bei der Bank bereits eine Beschwerde eingereicht. Das teilt der Verbraucherschutzverein “Robin” in einer Aussendung mit. “Die betroffenen Sparer haben im Laufe der Jahre Aktien der Volksbank für einen Wert von etwa 25 Millionen Euro erworben, wobei ihnen zum Zeitpunkt des Kaufs die Solidität der Aktien und die Tatsache, dass sie ihren Wert im Laufe der Zeit beibehalten würden, zugesichert wurde. Die Aktien wurden etwa  zu – einem im Vergleich zum realen Wert – überhöhten Preis abgegeben und haben sich im Verlauf der Zeit stark entwertet, sodass den Aktionären ein Schaden von auch mehr als 50 Prozent entstanden ist.”

“Aber das ist noch nicht alles. Die Volksbank-Aktien sind praktisch unverkäuflich, da wiederholte Versuche, sie zu verkaufen, gescheitert sind. Darüber hinaus wurde die Bank in mehr als 30 Entscheidungen des Arbitro per le Controversie Finanziarie (Schiedsgericht für Finanzstreitigkeiten) bei der Consob (das so genannte ACF-Finanzschiedsgericht) zur Zahlung von Schadensersatz wegen Verstoßes gegen die Vorschriften des Gesetzes über die Finanzintermediation verurteilt. Diese Entscheidungen sind jedoch für die Bank nicht bindend, und so wurde für eine von ihnen eine einstweilige Verfügung beim Gericht in Rom beantragt. Die Bank hat in der Zwischenzeit gezahlt, um die Vollstreckung zu vermeiden”, so der Verbraucherschutzverein.

“Die Volksbank sollte angesichts der Dutzenden von ungünstigen Entscheidungen des ACF und des laufenden Rechtsstreits ernsthaft darüber nachdenken, die Angelegenheit mit einem Schlichtungsverfahren zu lösen”, heißt es weiter.

Der Präsident des Aktionärskomitees Walther Andreaus lädt jedenfalls alle geschädigten Volksbank-Aktionäre ein, eine Interessensbekundung an folgende Email-Adresse zu senden: “comitatoazionistisuedtirol@gmail.com”, wobei in der Betreffzeile “VOLKSBANK-AKTIEN” und im Text der E-Mail anzugeben sind: Name; Nachname; Steuernummer; Geburtsort und -datum; Wohnanschrift; Kaufdatum, Gesamtanlagebetrag, Anzahl der Aktien und durchschnittlicher Kaufpreis; E-Mail und Telefonnummer (Festnetz und/oder Mobil).

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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3 Kommentare auf "1.250 Aktionäre senden eine Maxi-Beschwerde an die Südtiroler Volksbank"


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Hupsstupspups
Hupsstupspups
Tratscher
15 Tage 9 h

Das verstehe ich nicht, wer Aktien kauft muss auch mit Verlusten rechnen!!

TwoCents
TwoCents
Neuling
14 Tage 14 h

Das mag bei einigen Produkten stimmen, hier wurde das Produkt jedoch mit Garantien & Versprechen verkauft, an welche sich die Volksbank nicht hält. Ganz vereinfacht steht das auch so im Artikel: “[…] wobei ihnen zum Zeitpunkt des Kaufs die Solidität der Aktien und die Tatsache, dass sie ihren Wert im Laufe der Zeit beibehalten würden, zugesichert wurde.” Ich hoffe das hilft beim Verständnis.

Zugspitze947
15 Tage 10 h

Das ist ein ABSOLUTE FRECHHEIT UND ALLERHÖCHSTE ZEIT 😡👌DASS DIE AKTUIONÄRE ENTSCHÄDIGT WERDEN !

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