95 Männer und 25 Frauen haben 2019 die Jagdbefähigung erworben

120 neue Jäger und Jägerinnen

Dienstag, 21. Januar 2020 | 11:39 Uhr

Bozen – Insgesamt 120 Bewerber, darunter 25 Frauen, haben im Jahr 2019 die Jägerprüfung bestanden. In der vergangenen Woche haben sie in der Forstschule Latemar aus den Händen von Landesforstdirektor Mario Broll und des Direktors im Amt für Jagd und Fischerei, Luigi Spagnolli, den Befähigungsausweis erhalten.

Mitverantwortung für intaktes Berggebiet

Abteilungsdirektor Broll verwies auf die wichtige Rolle und Verantwortung der Jäger für ein intaktes Berggebiet. Ihr Tun wirke sich auf die Entwicklung der Wälder und des gesamten Berggebietes aus. Der nachhaltige Umgang in diesem komplexen System erfordere Gemeinsinn und den Einsatz aller, sagte der Landesforstdirektor. Der Südtiroler Jagdverband war bei der Feier durch den Bozner Bezirksjägermeister Eduard Weger vertreten, der den Wert des Wildes hervorhob und betonte: “Der Jäger erlebt im Revier schöne Momente auch ohne Erlegung.”

Rund 6000 Jäger in Südtirol

Einen Überblick über die Jägerschaft und die Prüfungsergebnisse lieferte der Präsident der Jägerprüfungskommission und Vizedirektor im Landesamt für Jagd und Fischerei, Andreas Agreiter: “Die Gesamtzahl der Jäger in Südtirol von rund 6000 bleibt konstant: Was von Jahr zu Jahr ein bisschen ansteigt, ist der Anteil der Jägerinnen.” Insgesamt sind fünf Prozent der Südtiroler Jäger weiblich, in den vergangenen Jahren lag der Anteil der Frauen unter den Absolventen der Jägerprüfung im Schnitt bei 20 Prozent.

Jägerprüfung als Eintrittskarte

Agreiter berichtete bei der Diplomübergabe auch über die Ergebnisse der Jägerprüfung 2019: Demnach haben 74 Prozent der rund 400 angetretenen Kandidaten die theoretische Prüfung bestanden, 73 Prozent auch die Schießprüfung. 63 Prüfungsabsolventen haben den Jungjäger-Praxiskurs besucht, 57 Anwärter hingegen haben das Revierpraktikum absolviert. Die Prüfung sei nur die Eintrittskarte der Jungjäger, auch im Jagdwesen sei ein lebenslanges Lernen gefragt.

Erwärmung wird Wildarten zusetzen

Mit den “Wildtieren im Klimawandel” befasste sich der österreichische Wildfachmann und Veterinär Armin Deutz im fachlichen Teil der Veranstaltung. Die Erwärmung werde die alpinen Wildarten in Bedrängnis bringen, sagte Deutz, da sich die Lebensräume verkleinern und Krankheiten und Parasiten dem Wild künftig mehr zusetzen würden. Mit dem Albert-Einstein-Zitat “Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.” beendete der Wildfachmann seine Ausführungen.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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24 Kommentare auf "120 neue Jäger und Jägerinnen"


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Jiminy
Jiminy
Superredner
30 Tage 10 h

wie fühlt man sich ein Lebewesen abzuschiessen??

toeeuni
toeeuni
Tratscher
30 Tage 9 h

wie fühlt es sich an ein industrieschnitzel zu essen, statt den zentausende jahre alten weg der fleischbeschaffung zu gehen?

genau
genau
Universalgelehrter
30 Tage 7 h

Wahrschrinlich fühlen sich diese Leute auch noch toll dabei😡

Den eigenen Frust bei den wehrlosen Wildtieren auslassen. Wiederlich🤢🤢

toeeuni
toeeuni
Tratscher
30 Tage 6 h

@genau ihr lebt alle in einer traumwelt. ach wie süß. zum glück gibts realisten die die zügel in der hand halten.

genau
genau
Universalgelehrter
27 Tage 1 h

@toeeuni

Wer hier wohl in einer Traumwelt lebt!!😄😄
Keine Angst eure Traumwelt ist am zusammenbrechen!!
Nur etwas Geduld!!😁😁

sepp2
sepp2
Superredner
30 Tage 10 h

Nein zur Jagd

gafnsana
gafnsana
Tratscher
30 Tage 5 h

Die Jagd brauchts, sonst werden alle tiere krank..

Andreas1234567
Andreas1234567
Tratscher
30 Tage 8 h

Hallo nach Südtirol,

Die 120 Absolventen(davon 25 weiblich) haben den Jagdbefähigungnachweis erhalten.
Mit diesem Nachweis darf man einen Jagdgewehrschein beantragen (ein ärztliches Tauglichkeitszeugnis muss beigelegt werden).
Erst danach bekommt man den “Jagderlaubnisschein” und darf theoretisch “Tiere totschiessen”.
Die Hürden für den Jagdbefähigungsnachweis sind schon immens hoch..
http://www.provinz.bz.it/land-forstwirtschaft/fauna-jagd-fischerei/jagd/jaegerpruefung.asp
Die Ausbildung scheint inhaltsvoll zu sein, selbst unterhalte ich mich gern mit Jägersleuten weil sie allerlei Sinnvolles zu Natur und Tier zu erzählen haben.
Kenne sie als umgängliche und angenehme Zeitgenossen was auch für ihre mitgeführten Hunde gilt.

Gruss nach Südtirol

Gruss nach Südtirol

mandela
mandela
Superredner
30 Tage 6 h

Endlich mal ein kommentar der einen sinn hat! Danke nach?

Andreas1234567
Andreas1234567
Tratscher
30 Tage 5 h

Hallo @mandela,

mich ärgert sowas , die Jägersleute sind vernünftige Leute mit einer fundierten Ausbildung.
Ich habe diese Menschen gern um mich und es sind mir immer feine Stunden der Entspannung mit diesem Personenkreis Berghänge und Waldlichtungen nach Wild abzusuchen.
Teurer Spass sich ein Glas anzuschaffen mit welchem man nicht von denen ausgelacht wird..

Den Dank nehm ich an , der geht nach D in das Ruhrgebiet..

Gruss nach Südtirol

mandela
mandela
Superredner
30 Tage 1 h

@Andreas1234567 hallo Andreas, super! Danke für deine antwort, grüße ins ruhrgebiet🌿🤗

cooler Typ
cooler Typ
Superredner
30 Tage 10 h

Wir haben 6000 Jäger und immer noch ein Wolfsproblem?

vitus
vitus
Tratscher
30 Tage 9 h

… sie würden sicherlich gerne auf die Wölfe schießen, wenn es erlaubt wäre!

genau
genau
Universalgelehrter
30 Tage 7 h

Ja diese böse Wolf frisst den Jägern noch ihr Wild weg!🙄🙄🙄🙄

Staenkerer
30 Tage 8 h

orme wildtiere!

Innsbrucker
Innsbrucker
Grünschnabel
30 Tage 9 h

Es gibt bald mehr Jäger als Wild, muss das sein.

genau
genau
Universalgelehrter
30 Tage 7 h

Dieses Rückständige und Barbarische Hobby sollten verboten werden!

Geri
Geri
Superredner
30 Tage 6 h

…Zusatz:
Und bei der praktischen Jagdprüfung werden oft gar junge Murmeltiere (weil sie eh zuviele sind) als ideale Ziele bei der Schießprüfung hergenommen. Zumindest hat mir das ein Passeier Jager höchstpersönlich versichert.

mandela
mandela
Superredner
30 Tage 1 h

So ein quatsch! Lass dir nicht einen bären aufbinden, vor allem erzähl diesen unsinn nicht weiter!

Orschgeige
Orschgeige
Universalgelehrter
30 Tage 10 h

Südtirol ist ein tolles Land. Nigendwo sonst setzen sich so viele  Verbände und Organisationen für Natur- und Umweltschutz ein. Aber eine grüne Weste macht noch lange keinen Kondrad Lorenz.

Mikeman
Mikeman
Kinig
30 Tage 9 h

@ Orschgeige
Hilft aber anscheindend dennoch recht wenig wenn man sieht wie ganze Fluren regelrecht zubetoniert und versaut werden,das Wild hat genauso vielerorts keine Ruh mehr.Scheinheiliges Geute wie halt so üblich im ……..heiligsten Winkel der Welt

Aurelius
Aurelius
Universalgelehrter
30 Tage 7 h

ein Jäger mit Leidenschaft ist was schönes, und nichts dagegen zu sagen…außerdem braucht es Abschlüsse vor allem beim Rotwild, weil ansonsten der Verbiss bei Jungbäumen viel zu gross wäre….das ist Fakt. Natürlich gibt es auch einzelne die nur darauf los ballern, aber die machen der Jägerschaft selbst die Hölle heiss…

Savonarola
30 Tage 10 h

eine etwas würdigere Kulisse für so ein Foto hätte man sich schon aussuchen können.

Geri
Geri
Superredner
30 Tage 6 h
Mah, mir kommt vor, dass das Wort “Nachhaltigkeit” viel zu  mißbräuchlich in Südtirol gebraucht wird. Jagd und Nachhaltigkeit beissen sich nachweislich. Und dann das Zitat von Einstein Albert “Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu belassen und zu hoffen, dass sich etwas ändert.” als Alibi hernehmen ist wiedermal eine typische Weise der Landesjagerlobby, was man aber leicht gegen sie selbst anwenden kann. Es ist doch längst bewiesen, dass gerade der Mensch/Jäger die Natur gehörig durcheinandergebracht hat. Überall dort, wo kein Mensch/Jäger je einen Fussabdruck hinterlassen hat, stimmt das Öko-Gleichgewicht. Und dann noch das Klima (aktuellstes Thema)… Weiterlesen »
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