Weitere Vorfall, bei dem zwei Esel starben

Blutige Nächte in Norditalien: Die Bären sind erwacht

Samstag, 21. Februar 2026 | 08:06 Uhr

Von: idr

Garniga – Das Trentino kommt nicht zur Ruhe: Binnen weniger Tage hat ein Bär zunächst in Tor gleich zweimal zugeschlagen, bei dem mehrere Hühner und Kaninchen starben und eine Hündin verletzt wurde. Nun erreicht ein Vorfall im etwa 30 Kilometer südlich gelegenen Garniga die Öffentlichkeit, bei dem ein Bär im Blutrausch gleich zwei Esel tötete.

Der jüngste Vorfall in Garniga Vecchia ist nur wenige Kilometer von Trient entfernt. Guido Zanotelli fand am Mittwochvormittag seine beiden Esel leblos im Schnee. Tonino, acht Jahre alt, und Gilberto, sechs, lagen nur wenige Meter voneinander entfernt. Getötet worden waren sie bereits zwischen 5.30 und 6.00 Uhr morgens, während ihr Besitzer noch schlief.

Als Zanotelli aufwachte und die Tiere rief, blieb es still. Da es geschneit hatte, dachte er zunächst, die beiden seien im Stall. Erst gegen Mittag, nach einer bangen Suche durch 30 Zentimeter Neuschnee, machte er die grausige Entdeckung: Tonino lag reglos an einem Zaun, Gilberto kurz darauf nahe der Kirche. „Ich schrie und weinte“, sagt er.

Die alarmierten Förster bestätigten, dass es sich um einen Bärenangriff handelt. Das Raubtier soll eine drei bis vier Meter hohe Mauer überwunden haben. Der teils elektrifizierte Zaun hatte im Schnee versagt. Zanotelli hatte nach eigenen Angaben erheblich in Schutzmaßnahmen investiert. „Aber offensichtlich reicht das nicht“, sagt er ernüchtert.

Dritten Angriff innerhalb von drei Tagen

Nur zwei Tage zuvor hatte ein Bär in Ton, ebenfalls im Trentino, binnen 48 Stunden zweimal denselben Bauernhof heimgesucht. Hofhündin Maia wurde gebissen, Hühner und Kaninchen wurden getötet oder verschleppt. Erst Überwachungskameras lieferten den Beweis. Die Forstbehörde reagierte mit einem Elektrozaun.

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Im Trentino leben mittlerweile über 100 Braunbären. „Hunderte, ja Tausende von Kindern sind mit Tonino und Gilberto aufgewachsen“, sagt Zanotelli. „Ein Teil ihrer Herzen ist nun verloren.“ Die Vorfälle dieser Woche zeigen: Die Koexistenz zwischen Mensch und Raubtier stößt zunehmend an ihre Grenzen. Ob die Regierung der Provinz auf die jüngsten Ereignisse reagiert, bleibt abzuwarten.

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