Tödlicher Unfall beim "Roofing"

19-Jähriger stirbt auf hohem Strommast

Mittwoch, 11. März 2026 | 10:40 Uhr

Von: apa

Beim sogenannten Roofing ist am Dienstagnachmittag ein 19-Jähriger im oststeirischen Feldbach ums Leben gekommen. Der junge Mann aus dem Bezirk Südoststeiermark war, wie die Polizei am Mittwoch berichtete, auf einen Mittelspannungsmast geklettert und in den Stromkreis geraten. Er hatte, wie die Auswertung seines Telefons später ergab, mehrere Handy- und Strommasten bestiegen und Fotos sowie Videos davon gemacht.

Derartige Kletteraktionen, auch auf Gebäude, werden als “Roofing” bezeichnet. Gegen 17.00 Uhr kam es dann zu dem Unglück, das von einem Autofahrer beobachtet wurde, der die Rettungskräfte alarmierte. Für den 19-Jährigen kam jedoch jede Hilfe zu spät.

Die Energie Steiermark – es handelte sich um einen ihrer 20-kV-Masten – warnte vor solchen Aktionen: “Jede Besteigung eines Masten ist lebensgefährlich”, so Sprecher Urs Harnik. An jedem Mast seien entsprechende Warnungen in Bodennähe angebracht. Bei einer 20-kV-Leitung ist ein Mindestabstand von 1,5 bis zwei Meter vorgegeben, aber auch bei höherem Abstand kann es durch andere Umstände wie etwa hohe Luftfeuchtigkeit schnell zu einem Überspringen des Stroms kommen. “Es muss gar keine Hochspannungsleitung sein”, mahnte Harnik. Wie man in diesem Fall sieht, sei auch die Elektrizität in einer scheinbar harmloseren 20-kV-Leitung tödlich.

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