Von: APA/AFP
Bei einem Schusswaffenangriff an einer Berufsschule im Südosten der Türkei sind 16 Menschen verletzt worden, die meisten davon Schüler. Der Angreifer, ein früherer Schüler, habe Suizid begangen, sagte Provinzgouverneur Hasan Şildak nach der Tat Dienstagfrüh in der Region Sanliurfa. Verletzt wurden laut dem Gouverneur neben zehn Schülern und vier Lehrern auch ein Polizist und ein Kantinenmitarbeiter.
Bei dem Schützen handelte es sich um einen 2007 geborenen früheren Schüler der Berufsschule. “Er beging Suizid, als er von der Polizei eingekreist worden war”, führte Şildak aus.
Mit Pump-Gun in Schule
Von türkischen Medien verbreitete Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten, wie der Täter mit einer Pump-Gun in die Schule läuft und frontal auf einen Mann schießt. Auch Bilder von fliehenden Schülern sowie zahlreichen Polizisten und Krankenwagen vor der Bildungseinrichtung im Ort Siverek waren in türkischen Medien zu sehen.
“Er hat das Feuer zuerst wahllos im Hof eröffnet, dann im Inneren der Schule”, schilderte ein Augenzeuge der Nachrichtenagentur IHA das Vorgehen des Angreifers. “Die Schüler schrien.”
Derartige Schusswaffenangriffe kommen in der Türkei relativ selten vor. Laut den Schätzungen einer türkischen Stiftung sind in dem Land allerdings dutzende Millionen von Schusswaffen im Umlauf, die meisten davon illegal.
(S E R V I C E – Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber. Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.)




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