Von: mk
St. Ulrich – Die Carabinieri von St. Ulrich haben nach intensiven Ermittlungen einen mutmaßlichen Betrüger identifiziert, der eine Seniorin aus Gröden um fast 20.000 Euro gebracht haben soll. Die Frau im Alter von über 70 Jahren hat Anzeige erstattet
Sie war telefonisch von dem mutmaßlichen Täter kontaktiert worden, der sich als Mitarbeiter eines bekannten Kreditinstituts ausgab. Anschließend tischte er der Seniorin eine erfundene Geschichte über eine „verdächtige Überweisung“ in Höhe von 2.490 Euro auf und manipulierte sie so lange, bis sie ihm ihre Zugangsdaten zum Online-Banking preisgab.
Sobald der Betrüger Zugriff auf das Konto hatte, veranlasste er eine Überweisung über 19.900 Euro. Durch eine akribische Analyse der Finanzströme gelang es den Beamten in Zusammenarbeit mit den Carabinieri von Acerra bei Neapel, das Zielkonto zu identifizieren. Es gehört einem knapp 20-jährigen Mann aus der Umgebung von Neapel.
Durch das schnelle Eingreifen und die Koordination mit den zuständigen Behörden in Süditalien konnte das betroffene Konto rechtzeitig gesperrt werden. Damit wurden weitere Abbuchungen verhindert, während die unterschlagene Summe für das weitere Verfahren gesichert werden konnte. Der junge Mann wurde wegen Betrugs angezeigt.
Die Carabinieri nehmen diesen Vorfall zum Anlass, um erneut zur Vorsicht zu mahnen: Grundsätzlich sollten Bürger unerwarteten Anrufen von angeblichen Mitarbeitern einer Bank oder Behörde mit Misstrauen begegnen. Außerdem sollte man niemals Passwörter, PINs oder andere Zugangsdaten am Telefon weitergeben.
Stattdessen sollten Betroffene im Verdachtsfall sofort die Notrufnummer 112 wählen oder die nächste Carabinieri-Station anrufen.




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