Habe das "Beste getan, um die Opfer zu schützen"

Bondi verteidigt ihr Vorgehen im Fall-Epstein

Mittwoch, 11. Februar 2026 | 19:47 Uhr

Von: APA/AFP

US-Justizministerin Pam Bondi hat ihr Vorgehen bei der Veröffentlichung der Akten über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verteidigt. Ihr Ministerium habe mehr als drei Millionen Seiten Dokumente freigegeben und das “Beste getan, um die Opfer zu schützen”, sagte Bondi am Mittwoch bei einer Anhörung im Kongress in Washington. Politiker der Demokraten warfen ihr dagegen “Vertuschung” vor. Einige der Epstein-Opfer waren bei der Anhörung Bondis anwesend.

Bondi sagte, Hunderte von Anwälten und anderen Experten hätten “Tausende Stunden damit verbracht, Millionen von Seiten akribisch zu prüfen”. Der Kongress hatte die Regierung von US-Präsident Donald Trump gesetzlich verpflichtet, die meisten Dokumente und Ermittlungsunterlagen zum Skandal um Epstein offenzulegen. Das Justizministerium kam dem jedoch erst mit Verspätung nach, außerdem wurden zahlreiche Stellen in den Akten geschwärzt.

Vorwurf der “massiven Vertuschungsaktion”

Der führende Demokrat im Justizausschuss des Repräsentantenhauses, Jamie Raskin, warf Bondi eine “massive Epstein-Vertuschungsaktion” vor. Von insgesamt rund sechs Millionen Dokumenten, Fotos und Videos habe das Ministerium nur gut die Hälfte veröffentlicht. Außerdem seien die Namen zahlreicher “Täter, Helfer, Mitläufer und Mitverschwörer” Epsteins geschwärzt worden, während die Namen der Opfer in einigen Fällen nicht wie vorgeschrieben unkenntlich gemacht worden seien.

Epstein soll nach Erkenntnissen der US-Bundespolizei FBI mehr als tausend Mädchen und junge Frauen missbraucht und Opfer teilweise an Prominente vermittelt haben. Der Multimillionär war 2008 verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft saß er aber nur knapp 13 Monate Haft ab.

Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und von einem Bundesgericht beschuldigt, noch viel mehr Opfer missbraucht zu haben. Am 10. August 2019 wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

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Habe das "Beste getan, um die Opfer zu schützen"

Bondi verteidigt ihr Vorgehen im Fall-Epstein

Uhr

Von: APA/AFP

US-Justizministerin Pam Bondi hat ihr Vorgehen bei der Veröffentlichung der Akten über den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein verteidigt. Ihr Ministerium habe mehr als drei Millionen Seiten Dokumente freigegeben und das “Beste getan, um die Opfer zu schützen”, sagte Bondi am Mittwoch bei einer Anhörung im Kongress in Washington. Politiker der Demokraten warfen ihr dagegen “Vertuschung” vor. Einige der Epstein-Opfer waren bei der Anhörung Bondis anwesend.

Bondi sagte, Hunderte von Anwälten und anderen Experten hätten “Tausende Stunden damit verbracht, Millionen von Seiten akribisch zu prüfen”. Der Kongress hatte die Regierung von US-Präsident Donald Trump gesetzlich verpflichtet, die meisten Dokumente und Ermittlungsunterlagen zum Skandal um Epstein offenzulegen. Das Justizministerium kam dem jedoch erst mit Verspätung nach, außerdem wurden zahlreiche Stellen in den Akten geschwärzt.

Vorwurf der “massiven Vertuschungsaktion”

Der führende Demokrat im Justizausschuss des Repräsentantenhauses, Jamie Raskin, warf Bondi eine “massive Epstein-Vertuschungsaktion” vor. Von insgesamt rund sechs Millionen Dokumenten, Fotos und Videos habe das Ministerium nur gut die Hälfte veröffentlicht. Außerdem seien die Namen zahlreicher “Täter, Helfer, Mitläufer und Mitverschwörer” Epsteins geschwärzt worden, während die Namen der Opfer in einigen Fällen nicht wie vorgeschrieben unkenntlich gemacht worden seien.

Epstein soll nach Erkenntnissen der US-Bundespolizei FBI mehr als tausend Mädchen und junge Frauen missbraucht und Opfer teilweise an Prominente vermittelt haben. Der Multimillionär war 2008 verurteilt worden, weil er eine Minderjährige zur Prostitution angestiftet hatte. Nach einem umstrittenen Deal mit der Staatsanwaltschaft saß er aber nur knapp 13 Monate Haft ab.

Im Juli 2019 wurde Epstein erneut festgenommen und von einem Bundesgericht beschuldigt, noch viel mehr Opfer missbraucht zu haben. Am 10. August 2019 wurde er tot in seiner New Yorker Gefängniszelle aufgefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

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