Von: APA/Reuters/dpa
Die schwache Nachfrage nach Bier veranlasst die Brau-Union-Mutter Heineken zu einem drastischen Stellenabbau. Weltweit sollen bis zu 6.000 Arbeitsplätze wegfallen, teilte der niederländische Konzern am Mittwoch mit. Zudem schraubte das Unternehmen seine Gewinnerwartungen für das Jahr 2026 herunter. In Österreich setzt die Brau Union auf diverse Effizienzmaßnahmen, einen größeren Stellenabbau werde es nicht geben, hieß es auf APA-Anfrage.
“In Österreich haben wir bereits im vergangenen Jahr mit zahlreichen Maßnahmen auf diese Produktivitätssteigerung hingearbeitet. Unser Kurs bleibt klar: kontinuierliche Effizienzsteigerungen durch Digitalisierung und Robotisierung, Engagement für ressourcenschonenden Materialeinsatz, um unseren Kundinnen und Kunden das Beste aus Innovation und Tradition zu bieten”, so die Brau Union in einer Stellungnahme.
Stellenabbau bei Heineken in kommenden zwei Jahren
Der Stellenabbau soll in den kommenden zwei Jahren stattfinden und sei Teil einer neuen Strategie bis zum Jahr 2030. Ziel sei es, mit weniger Ressourcen ein höheres Wachstum zu erzielen. Davon erhofft sich der Konzern, zu dem unter anderem Marken wie Tiger, Amstel und Desperados gehören, deutliche Einsparungen. Weltweit arbeiten rund 87.000 Menschen bei Heineken. Das Unternehmen ist in 190 Ländern aktiv. Heineken ist der Mutterkonzern der österreichischen Brau Union (u.a. Gösser, Zipfer, Puntigamer).
Im abgelaufenen Jahr 2025 übertraf Heineken die Erwartungen noch. Der Betriebsgewinn legte organisch um 4,4 Prozent zu, Analysten hatten mit einem Plus von vier Prozent gerechnet. Für 2026 zeigte sich das Management jedoch zurückhaltender: Der Betriebsgewinn soll nur noch um zwei bis sechs Prozent zulegen, zuvor hatte Heineken eine Spanne von vier bis acht Prozent in Aussicht gestellt.




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