Hotel Eberle von Steinschlag teilweise zerstört

Bozen genehmigt Steinschlagschutzbauten in St. Magdalena

Samstag, 23. Oktober 2021 | 08:54 Uhr

Bozen – In der Sitzung vom 21. Oktober 2021 hat der Bozner Gemeinderat fast einstimmig (mit nur zwei Enthaltungen) den Beschluss genehmigt, den die Stadträtin für Umwelt, Chiara Rabini, vorgelegt hat und der das Projekt für die technische und wirtschaftliche Machbarkeit der Steinschlagschutzbauten in St. Magdalena zum Gegenstand hat.

Das Landesamt für Geologie und Materialproben hatte das Projekt ausgearbeitet, nachdem am 5. Januar 2021 ein großer Felssturz abgegangen war, der das Restaurant Eberle zum Teil zerstörte. Das Projekt mit Gesamtkosten von 4.658.039,00 Euro sieht 3.293.707,00 Euro für Arbeiten vor. 1.364.332,00 stehen der Gemeindeverwaltung zur Verfügung und davon sind 414.977,00 Euro für technische Ausgaben vorgesehen. Die geplanten Steinschlagschutzbauten sollen die Oswaldpromenade und die Häuser in St. Magdalena vor Felsstürzen sichern. Durch die Verwirklichung der Schutzbauten wird auch eine Herabstufung der Gefahrenzone, die laut dem geltenden “Gefahrenzonenplan” derzeit gilt, ermöglicht.

Die Agentur für Bevölkerungsschutz des Landes übernimmt 80 Prozent der Kosten für technische Ausgaben, das entspricht einem Beitrag von 331.982,00 Euro. Das Amt für Geologie, Zivilschutz und Energie der Stadtgemeinde Bozen ist bereits dabei, die Ausschreibung der Planungen vorzubereiten. Die Ausschreibung wird noch innerhalb dieses Jahres veröffentlicht. Der Zuschlag wird dann in den ersten Monaten des kommenden Jahres erfolgen, und die Hangsicherungsarbeiten könnten dann im ersten Halbjahr 2023 abgeschlossen werden.

Wie der Direktor des Amtes für Geologie der Stadtgemeinde Bozen, Emanuele Sascor, erklärte, ist ein ca. 600 Meter langes Hangstück von den Sicherungsarbeiten betroffen, das von der Schneise der Rittner Seilbahn bis zu den Steinschlagschutzbauten reicht, welche die Gemeinde Bozen in den 2000-er Jahren errichten ließ.

Die Sicherungsmaßnahmen am Hang hinter dem Gebäude des Hotels und Restaurants Eberle gehen zu Lasten der Gebäudebesitzer. Die Gemeinde hat die umfangreichen Verbauungen in Auftrag gegeben, weil in St. Magdalena eine erwiesene Gefahr für die öffentliche Sicherheit gegeben ist.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "Bozen genehmigt Steinschlagschutzbauten in St. Magdalena"


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Storch24
Storch24
Kinig
1 Monat 9 Tage

Wurden dort nicht schon vor einigen Jahren Schutz bauten vorgenommen ? Mit Steuergeld

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

Schlimmer noch, es werden Bauflächen vergeben, billig, in denen absehbar ist, dass früher oder später was passiert.

N. G.
N. G.
Universalgelehrter
1 Monat 9 Tage

Vielleicht sollte man ganz eunfach nicht in solche gefährdeten Gebieten bauen.
Die Zukunft wird zeigen, dass das ein Fehler war.
Da kann man nich so viel Schutzmaßnahmen anbringen, es wird auf Dauer nicht helfen.
Augenwischerei!

marc16
marc16
Tratscher
1 Monat 9 Tage

gute entscheidung 👍🏻

Neuling
1 Monat 9 Tage

Das Landesamt für Geologie und die Stadt Bozen sollten die Augen aufmachen, dort ist schon die nächste Katastrophe vorprogrammiert. Aber was will man von Leute erwarten, die in den Bürosesseln sitzen … Diesmal war Gott sei Dank ein großer Schutzengel vor Ort.

Mezcalito
Mezcalito
Superredner
1 Monat 9 Tage

DasEberle gehört einfach zu Bozen dazu. Gut so!

xyz
xyz
Superredner
1 Monat 9 Tage

Eine Frechheit, dass hier alles bezahlt wird, und anderswo Private selbst alles zahlen müssen. Es braucht dringend Lösungen!! Keine Privatpetson kann weil sie plötzlich in der roten Zone aufscheint, Hunderttausende Euro bezahlen…

Tratscher
1 Monat 9 Tage

Ich könnte dort nicht mehr wohnen zumindest nicht dort schlafen 😨

World
World
Tratscher
1 Monat 8 Tage

Wenn dann Jahre später trotz Schutzmaßnahmen dort wieder eine Katastrophe passiert, wird man sich ganz verwundert fragen: wie konnte das passieren? Die Schildbürger lassen grüßen.

Hopp
Hopp
Grünschnabel
1 Monat 8 Tage

Ist das vernünftig in einer solchen Lage wieder zu bauen…Oft darf man wegen einer Kleinigkeit nicht bauen weil wegen geologische Gutachten nicht genehmigt wird…
Hat es ein Sinn Steuergelder zu verschwenden und kein Mensch kann garantieren dass es nicht noch einmal passiert und es vielleicht Tote gibt..
Ich und viele andere würden da wohl nicht Urlaub machen

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