Barkeeper schließt vor Gericht Vergleich ab

Bozens Bürgermeister bedroht: Vier Monate Haft

Donnerstag, 06. Mai 2021 | 08:17 Uhr

Bozen – Bozens Bürgermeister Renzo Caramaschi hat ihm zwar verziehen, doch das hat nicht gereicht. Ein ehemaliger Barkeeper, der den Bürgermeister auf Facebook bedroht hat, wurde im Rahmen eines gerichtlichen Vergleichs zu vier Monaten Haft verurteilt, berichtet Alto Adige online.

Die Corona-Maßnahmen, die auch in Bozen umgesetzt werden mussten, hatten den Mann wirtschaftlich in die Knie gezwungen. Der Betreiber des Lokals auf dem Obstplatz ließ seinem Ärger und seinem Frust auf Facebook freiem Lauf.

Am vergangenen 3. Juni veröffentlichte er eine regelrechte Drohbotschaft und deutete an, Caramaschi die Beine brechen zu wollen. Mit der Ankündigung wurde auch das Foto der Haustür von der Privatwohnung des Bürgermeisters veröffentlicht. Glücklicherweise ist nie etwas Schlimmes passiert.

Der Bürgermeister hatte kurz zuvor die Verlängerung des Verbots entschieden, Speisen und Getränke im Freien auf der Straße zu konsumieren.

Nach einer Entschuldigung des Betreibers zog Caramaschi seine Anzeige zurück. Der Eintrag auf Facebook wurde bald darauf gelöscht. Weil es sich allerdings um die Bedrohung eines poltischen Vertreters handelte, musste die Staatsanwaltschaft von Amts wegen ermitteln.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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15 Kommentare auf "Bozens Bürgermeister bedroht: Vier Monate Haft"


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axe
axe
Neuling
1 Monat 12 Tage

Leider wurden dem Barkeeper damit die Beine gebrochen. Arbeitsverbot, Einnahmen schrumpfen, laufende Kosten und Steuern müssen trotzdem weiterbezahlt werden und kaum Perspektiven. Aus diesem Gründen kann ich die Reaktion des Barkeeper’s nachvollziehen.😥😥

Zugspitze947
1 Monat 12 Tage

SELBER SCHULD ! So einer tut mir nicht LEID ,wo kämen wir hin wenn alle so Handeln würden ? 🙁

Costa
Costa
Superredner
1 Monat 12 Tage

Zum Glück sieht es die Rechtssprechung anders als du.

Paladin
Paladin
Grünschnabel
1 Monat 12 Tage

Der Barkeeper hat falsch gehandelt, ganz klar, aber es war eine tat der Verzweiflung und Hilfelosigkeit. Wie oft werden Menschen für weitaus schlimmere Delikte freigesprochen? Da geht es dann um das familiäre Umfeld, oder er ist Einwanderer und hat es schwer sich zu integrieren, etc. Es ist immer so, dass da wo etwas zu hohlen ist, der Staat auf sein Recht pocht. Dort wo nichts zu hohlen ist, ist der Staat auch weit und breit nicht zu sehen: Stichwort Bahnhofspark Bozen!

Soundgeist
Soundgeist
Tratscher
1 Monat 12 Tage

“Der Staat” verliert eher dabei, dass dieser Mann in dieser Zeit keine Steuern zahlt und im Gefängnis ernährt werden muss. Außerdem müsste man nach deiner Logik fast jeden Ladendieb Freisprechen weil die meisten auch “aus Verzweiflung” stehlen.

Paladin
Paladin
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Ist ja schon so 😉 Schau mal wer heute so alles freigesprochen wird, altro che Ladendieb! Drogenhändler, Vergewaltiger, selbst wenn du einen Carabinieri schlägst, passiert heute – genau – nix!
Aber dann jemanden einzusperren, der seine Miete und Steuern zahlt, seine Familie ernähren, seine Angstellten bezahlen und schlicht und einfach arbeiten will(!) ist in diesem Zusammmenhang schon sehr ironisch. Ich wiederhole, was er gemacht hat war falsch, die Strafe aber ist absolut unangemessen! Da gibt es einfach keine Bezug mehr.

Soundgeist
Soundgeist
Tratscher
1 Monat 11 Tage

oje sel probiersch amol

Mauler
Mauler
Superredner
1 Monat 12 Tage

Wia im Kindergorten

Moidile
Moidile
Neuling
1 Monat 12 Tage

jo genau Kinder beim streiten,

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 12 Tage

Den Frust und Ärger des Barbetreibers kann ich verstehen.
Dass er seinem Ärger in Form von Drohungen freien Lauf gelassen hat, nicht. Das war einfach nur dumm.
Aber er hatte sich dann ja noch entschuldigt, ist ja auch schon was.

ttg
ttg
Neuling
1 Monat 12 Tage

…hatte mich mehrmals mit einem Anliegen an das Büro des Bürgermeisters gewandt…leider nie eine Antwort bekommen…soviel zu “Politiker und Rechenschaft über das eigene Handeln” übernehmen…betrifft immer nur den “Kleinen” Bürger 👍

cane-sulla-cinghia
cane-sulla-cinghia
Grünschnabel
1 Monat 12 Tage

mamma mia er hot sich entschuldigt und guat isch… als war er der oanzige wos bledsinn ins internet schreibt. er hot sein fehler jo eingsegen.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 12 Tage

Caramaschi hat seine Zivilklage ja zurückgezogen. Für die Staatsanwaltschaft war eine Entschuldigung aber nicht genug.

Paladin
Paladin
Grünschnabel
1 Monat 11 Tage

Schon interessant wie der Staat hinter solchen “Schwerverbrechern” her ist. Eine Säuberungsaktion der Staatsanwaltschaft einmal die Woche am Bozner Bahnhofsplatz, dürfte dagegen die Gerichte auch lang genug beschäftigten und es wäre auch noch ein Dienst an den Bürgern.

anniho63
anniho63
Grünschnabel
1 Monat 12 Tage

drohen egal ob auf fb oder sonst wo geht oanfoch net

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