Die Einnahmen steigen trotzdem

Brixner Ortspolizei verbucht weniger Strafen – nicht zuletzt wegen Speedbox-Anlagen

Samstag, 28. März 2026 | 07:35 Uhr

Von: mk

Brixen – Die Ortspolizei Brixen zieht Bilanz über das vergangene Jahr und kommt zu einem erfreulichen Ergebnis: Obwohl die Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung im Vergleich zum Vorjahr um rund 42 Prozent von 9.637 auf 5.570 gesunken sind, stiegen die Einnahmen um 35 Prozent auf 3.401.214,48 Euro. Grund dafür ist eine Änderung des Abrechnungssystems: Ab dem Jahr 2025 wurden auch die Einnahmen aus gebührenpflichtigen Parkplätzen berücksichtigt, die zuvor getrennt ausgewiesen wurden.

Trotzdem lässt sich feststellen, dass im Jahr 2025 die verhängten Sanktionen zurückgegangen sind. Geldbußen wegen Parkens auf Gehsteigen sanken um 25,8 Prozent, Strafen wegen Behinderung des Verkehrs sogar um 86,7 Prozent. Verstöße gegen Fahrverbote schrumpften um 89,3 Prozent und gegen die Nichteinhaltung der Parkscheibenpflicht um 78,3 Prozent. Gleichzeitig wurden 47,1 Prozent weniger Fälle von Missachtung der Parkverbote geahndet.

Der Rückgang ist sowohl auf mehr Disziplin seitens der Verkehrsteilnehmer als auch Präventionsmaßnahmen der Ortspolizei zurückzuführen, wie die verstärkte Präsenz im Gebiet, eine klare Beschilderung sowie gezielte Informationsarbeit.

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Ein weiterer, wenn auch vorübergehender, jedoch maßgeblicher Faktor für den Rückgang der Sanktionen war das Verbot der Nutzung von Speedbox-Anlagen sowie von Telelaser-Geräten mit sofortiger Wirkung bis zum Abschluss der Homologationsverfahren durch das Verkehrsministerium sowie der Genehmigung der einzelnen Standorte durch das Regierungskommissariat, wie die Ortspolizei mitteilt.

In diesem Zusammenhang verweist die Ortspolizei darauf, dass die Verkehrsüberwachung nicht reduziert worden sei. Vielmehr seien gezielte Maßnahmen zur Geschwindigkeitsreduzierung durch bauliche Eingriffe ergriffen worden, wie etwa die Installation von Leiteinrichtungen, Verkehrsinseln und Fahrbahnschwellen. Im Laufe des Jahres wurden 44 Erhebungen der Verkehrsflüsse und Geschwindigkeiten durchgeführt, auf deren Grundlage diese Maßnahmen geplant und umgesetzt wurden.

Unverändert fortgeführt wurden außerdem die Streifentätigkeit sowie sämtliche Maßnahmen zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit. Im Laufe des Jahres hat die Brixner Ortspolizei 42 Verkehrsunfälle registriert, glücklicherweise ohne tödliche Folgen.

Die Anzahl der Führerscheinentzüge ist von 34 im Jahr 2024 auf 78 im Jahr 2025 gestiegen; Hauptursache ist die Nutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt. Die Anzahl der Führerscheinentzüge wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss blieb hingegen mit vier unverändert.

Der Anstieg der abgeschleppten Fahrzeuge ist auf gezielte Maßnahmen zur Ordnung und Säuberung des Gemeindegebiets zurückzuführen, insbesondere im Zusammenhang mit mehreren verlassenen Lastkraftwagen auf dem Parkplatz im Fischzuchtweg sowie im Industriegebiet. Die Abschleppungen stiegen von 15 im Jahr 2024 auf 58 im Jahr 2025.

Zudem wird ein deutlicher Anstieg der Sanktionen wegen Verstößen gegen kommunale Vorschriften festgestellt, die von 36 auf 193 angestiegen sind. Der Großteil dieser Sanktionen betrifft die illegale Abfallentsorgung – ein Bereich, in dem das Kommando besonders intensive Kontrolltätigkeiten durchführt.

Die Einsatzzentrale war insgesamt 2.838 Stunden aktiv. Im Laufe des Jahres wurden 4.082 eingehende Anrufe bearbeitet, 2.190 Einsätze koordiniert und 5.840 Kontrollen begleitet.

Bezirk: Eisacktal

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