Welternährungstag am 16. Oktober 2022

Caritas: „Dem Hunger langfristig gegensteuern“

Sonntag, 16. Oktober 2022 | 08:04 Uhr

Bozen – Die steigenden Preise treffen die Menschen in den ärmsten Teilen der Welt besonders hart. Für viele sind Lebensmittel fast unbezahlbar geworden. Missernten infolge des Klimawandels bedrohen die Ernährungssicherheit zusätzlich. Darauf macht die Caritas anlässlich des Welternährungstages aufmerksam. Sie versucht, gemeinsam mit Partnerorganisationen vor Ort gegenzusteuern. „Kurzfristig gilt es, die Menschen, besonders die Kinder, vor dem akuten Hunger zu bewahren. Langfristig geht es aber darum, die Länder unabhängiger von Lebensmittelimporten und damit von den schwankenden Preisen auf dem Weltmarkt zu machen und die Menschen für kommende Wetterkrisen zu rüsten“, betont Caritas-Direktorin Beatrix Mairhofer.

Gemeinsam mit den Partnerorganisationen vor Ort setzt sich die Caritas seit mehreren Jahrzehnten in verschiedenen Ländern in Afrika, Asien, Südamerika und auf dem Balkan dafür ein, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern. „Kurzfristig, versuchen wir, die Menschen durch Schulausspeisungen und Lebensmittelhilfen aufzufangen“, berichtet Sandra D’Onofrio vom Caritas-Dienst Globale Verantwortung. Der Fokus im Kampf gegen den Hunger liege jedoch auf Bildungs- und Landwirtschaftsprojekten. „Der Krieg in der Ukraine hat deutlich gemacht, wie sehr gerade die ärmsten Länder von Importen aus dem Ausland abhängig sind. Schuld daran sind unter anderem die dort vorherrschenden Anbausysteme, welche die Bauern abhängig von den immer teurer werdenden Düngemitteln, Saatgut oder Pestiziden machen“, erklärt Sandra D’Onofrio vom Caritas-Dienst Globale Verantwortung.

Deshalb unterstützt die Caritas Projekte, um die lokalen landwirtschaftlichen Strukturen zu stärken. Dazu gehören Programme zur Wasserversorgung genauso wie Bildungsprogramme zum Ausbau von so genannten „agrarökologischen Anbausystemen“. In verschiedenen Forschungs- und Schulungszentren erfahren die Kleinbauern, wie sie die Böden stärken und Getreide, Gemüse und Obst so anbauen können, dass es resistenter gegen die durch den Klimawandel ausgelösten Wetterphänomene ist. „Wir versuchen auch, die Bauern mehr in die lokalen Kreisläufe einzubinden. Das steigert die bäuerlichen Einkommen und macht die Bevölkerung unabhängiger von den Produkten auf dem Weltmarkt, die in schwierigen Zeiten nur schwer verfügbar sind“, erklärt D’Onofrio.

Unterstützung bekommt die Caritas dabei von Spenderinnen und Spendern aus Südtirol, wie auch von verschiedenen Unternehmen und von der öffentlichen Hand. „Jeder einzelne Beitrag hilft, Leben zu retten und den Menschen in den ärmsten Ländern langfristig eine konkrete Perspektive zu geben“, bedankt sich Beatrix Mairhofer.

Informationen zu den einzelnen Projekten sind unter www.caritas.bz.it abrufbar oder können auch direkt in der Caritas-Stelle Globale Verantwortung (Tel. 0471 304 351, international@caritas.bz.it) eingeholt werden.

Wer den Einsatz der Caritas gegen den Hunger unterstützen möchte, kann seine Spende unter dem Kennwort „Humanitäre Hilfe“ auf eines der folgenden Spendenkonten überweisen.
Raiffeisen Landesbank: IBAN: IT42F0349311600000300200018
Südtiroler Sparkasse: IBAN: IT17X0604511601000000110801
Südtiroler Volksbank: IBAN: IT12R0585611601050571000032
Intesa Sanpaolo: IBAN: IT18B0306911619000006000065

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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10 Kommentare auf "Caritas: „Dem Hunger langfristig gegensteuern“"


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ischJOwurscht
ischJOwurscht
Universalgelehrter
1 Monat 13 Tage

Ich fände es besser wenn in den mehrheitlich muslimischen Ländern noch mehr AUFKLÄRUNG bei den Männern stattfinden würde, anstatt immer zu spenden und spenden u Lebensmittel zu senden.

Man muss das Problem beim Ursprung anpacken, sonst ist das ein Topf ohne Boden….. und das schon seit 50 Jahren!!!

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 13 Tage

Hat mit dem Bericht genau 0 zu tun.

Zugspitze947
1 Monat 13 Tage

isch jowurscht : denn gea du mol hin und k,lär auf ! Ober wunder di nit wenn du am erschten tog ohne k..f doher kimsch ! A dümmere Meinung geat woll nit ? 🙁

gustav
gustav
Tratscher
1 Monat 13 Tage

lebensmittelknappheit wird hauptsächlich durch die explodierende überbevölkerung verursacht.
wenn wir das problem , per heute , in den griff kriegen würden , würde “morgen” die bevölkerung weiter überproportional steigen.
diese spirale muss unterbrochen werden , durch geburtenkontrolle.
aber da traut sich ja keiner ran ……..

Ibens a
Ibens a
Neuling
1 Monat 13 Tage
Seit Jahrzehnten fließen Milliarden nach Afrika, um Hunger und Armut zu bekämpfen und Bildung zu fördern. Ergebnis? Fast Null. Die Regierungen dort haben sich mit dem Geld eingerichtet, der Bildungszuwachs in der Breite ist überschaubar. Stattdessen werden Kriege geführt, archaische Stammesrituale und Aberglaube gepflegt und Kinder in endloser Zahl in die Welt gesetzt. Immerhin wurde ein weiterer Wirtschaftszweig erschlossen: Gut verdienende Schlepper bringen Afrikaner nach Europa, von wo sie mit ihrem Geld aus Ausbeuterjobs, Prostitution, Kriminalität oder auch Sozialleistungen ganze Dörfer versorgen. Afrika hat in der Theorie das Rüstzeug, um selbst bestehen zu können. Man sollte es endlich einmal laufen… Weiterlesen »
Trina1
Trina1
Kinig
1 Monat 13 Tage

@ ibens, vollkommem deiner Meinung!

N. G.
N. G.
Kinig
1 Monat 13 Tage

80% der landwirtschaftlichen Flächen wird für Fleisch Produktion verwendet.
Die Welt steuert auf ein Ernährungsproblem zu und nur durch Gesetze wird sich das ändern lassen, alle Appelle an die Vernunft der Menschen sind sinnlos.

Landschaftspfleger
Landschaftspfleger
Superredner
1 Monat 13 Tage

Dem Hunger in den armen Ländern durch eine praktikable Landwirtschaft entgegenzusteuern ist eine vernünftige Vogangsweise.
In Europa hingegen wird fleißig und mit allen Mitteln (auch sehr viel Geld) am entgegengesetzten Projekt gearbeitet: “Rewilding und somit Unterbindung der naturnah produzierenden Landwirtschaft (Lebensmittelherstellung)”

fingerzeig
fingerzeig
Grünschnabel
1 Monat 13 Tage

die ganzen milliarden der weltweiten rüstungsindustrie inklusiv milliarden für kriege u alles was damit zusammenhängt..anderweitig einsetzen….da gibts keinen hunger mehr….oder vielleicht doch? zumindest kurzfristig, denn dann gäbe es xxx millionen arbeitslose… ironie *off*

Sag mal
Sag mal
Kinig
1 Monat 13 Tage

rate zu Geburtenregelung bzw.Einkindpolitik.

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