Erhebung des ASTAT

Corona hat unser Mobilitätsverhalten verändert

Mittwoch, 27. Oktober 2021 | 10:35 Uhr

Bozen – Zwischen dem 26. April und dem 16. Juni 2021 hat das Landesinstitut für Statistik ASTAT eine Erhebung über das Mobilitätsverhalten der Südtirolerinnen und Südtiroler zwischen 14 und 80 Jahren durchgeführt. Die Zahl der Wege an Werktagen liegt bei knapp einer Million und ist niedriger als vor der Covid-Pandemie.

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Das Auto ist das meistgenutzte Verkehrsmittel, gefolgt vom Fahrrad. Der Anteil der nachhaltigen Mobilität (zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit öffentlichen Verkehrsmitteln) wird auf 46 Prozent geschätzt.

Viele Südtirolerinnen und Südtiroler sind unter bestimmten Bedingungen bereit, die öffentlichen Verkehrsmittel und das Fahrrad öfters zu benutzen.

Alfreider zu ASTAT-Daten: “Mehr Radmobilität, Öffis weiter verbessern”­
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“Die Ergebnisse der aktuellen ASTAT-Studie zeigen, dass wir mit unseren Bemühungen, die Radmobilität auszubauen und die Öffis weiter zu verbessern, auf dem richtigen Weg sind”, sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider zu den heute in Bozen vorgestellten Ergebnissen der neusten ASTAT-Studie zur lokalen Mobilität in Südtirol 2021. Insgesamt 2.183 Südtirolerinnen und Südtiroler zwischen 14 und 80 Jahren wurden vom 26. April bis 16. Juni für die Studie befragt.

“Die Ergebnisse, die die Bedürfnisse der Menschen in Südtirol in puncto Mobilität zeigen, nehmen wir ernst und arbeiten in diese Richtung weiter”, betont der Landesrat und verweist auf sein Motto “act with facts”, also auf der Grundlage von Daten und Fakten zu entscheiden und Maßnahmen zu treffen.

Radmobilität vor allem für kurze Distanzen ausbauen

Jeder zweite Weg in Südtirol wird noch immer mit dem Auto zurückgelegt, zeigt die Studie. „Das muss sich eindeutig ändern, bevor jemand von A nach B will, soll er nicht zuerst den Autoschlüssel suchen, sondern das geeignetste und umweltfreundlichste Mobilitätsmittel, und zwar Bus, Bahn, Seilbahn oder Rad“, unterstreicht Alfreider. Innerhalb der Gemeindegrenzen legen etwa 30 Prozent der Befragten ihre Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurück. 68 Prozent der durchschnittlich zurückgelegten Wege sind kürzer als zehn Kilometer und etwa ein Viertel sogar weniger als zwei Kilometer lang. “Innerhalb dieser kurzen Distanzen ist das Fahrrad sicher das Mittel der Wahl”, sagt Alfreider. Vor allem auch weil 29 Prozent der Befragten auch öfter das Rad nutzen würden, setzen wir weiter auf den Ausbau der Fahrradmobilität für die alltäglichen Wege, aber auch im Tourismus”, sagt der Mobilitätslandesrat.

Bus und Bahn noch nutzerfreundlicher machen

43 Prozent der Befragten geben an, dass sie unter bestimmten Bedingungen die öffentlichen Verkehrsmittel mehr nutzen würden. “Das bedeutet, die Öffis müssen für die Fahrgäste noch attraktiver werden. Fahrgäste sollen an allen Orten in Südtirol auf öffentliche Verkehrsmittel nutzen könne, die zuverlässig, gut vernetzt, bequem und preisgünstig nutzbar sind”, sagt Alfreider. Dazu braucht es laut Landesrat passende Infrastrukturen, die in mehreren Landesteilen auf Vordermann zu bringen sind, neue Züge und Busse, deren Ankauf zum Teil im Gange ist, mehr Digitalisierung und eine Verdichtung des Takts, an der ebenfalls gearbeitet wird.

Alle Ergebnisse der ASTAT-Mobilitätsstudie 2021

Die Ergebnisse der Studie des Landesstatistikinstitut ASTAT wurden heute, 27. Oktober, von ASTAT-Direktor Timon Gärtner und ASTAT Mitarbeiterin Nicoletta Colletti in Bozen vorgestellt. Mit dabei waren Mobilitätslandesrat Alfreider und der Generaldirektor der Südtiroler Mobilitätsstrukturen AG STA Joachim Dejaco, der unterstrich, dass die aktive Mobilität  zu Fuß und mit dem Rad durch die Pandemie zugenommen habe, während die Nutzung der Öffis stark zurückgegangen sei. “Jetzt haben wir bei den Öffis im Vergleich zur Corona-Zeit wieder 80 Prozent der Nutzer zurück”, sagte Dejaco.

 

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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11 Kommentare auf "Corona hat unser Mobilitätsverhalten verändert"


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AusDemWegGeringverdiener
1 Monat 7 Tage

Amol i bin viel mehr in giro!  Muas de Zeit nochholen de i in Frühling hon nit geterft ummer guzzn.(Iats kimper noar dr nuie BMW M4). 😘

PuggaNagga
1 Monat 6 Tage

Iaz sogsch schun a zeit dass dein BMW kimp.
Mir wissn des schun olle.
Tui ins an gfolln: sogs erscht sobold er wirklich do isch…

nuisnix
nuisnix
Kinig
1 Monat 6 Tage

Hab gehört, der BMW M4 soll – was die elektronischen Bauteile betrifft – ein ziemliches Montagsauto sein…
Immer wieder Defekte und nicht erklärbare Aussetzer – in den Werkstätten sind sie absolut ratlos…

sou ischs
sou ischs
Superredner
1 Monat 6 Tage

hast du noch nicht angezahlt,dass du ihn noch nicht bekommen hast?😂😂🤣

giovanocci
giovanocci
Tratscher
1 Monat 6 Tage

war nie ein großer öffis Fan…

Man kann sich auch nicht sehr drauf verlassen, ausser es ist egal wann man ankommt…

nuisnix
nuisnix
Kinig
1 Monat 6 Tage

als Nicht-Fan hast du aber ziemlich keine Ahnung!

PuggaNagga
1 Monat 6 Tage

I het a felle a stund orbeit va derhuam in di Firma. Mitn Auto fohr i in 10 min. Sogar mitn Radl bin i schneller als mitn Bus.
I hon kuan Zeit zi verschenken, des zohlt mir niamands. Deshalb konn i mirs nit leischtn mitn Bus zi fohrn.

PuggaNagga
1 Monat 6 Tage

Wie kann ein alter stinkender Bus nachhaltig sein?
Meist zirkulieren die Busse außerhalb der Stoßzeiten fast leer. Ein paar Hanslen sitzen drinnen.
Das ist doch alles Wunschdenken….

Calimero
Calimero
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Bin seid Corona nur noch zu Pferde 🐎 unterwegs, auch auf längeren Distanzen.

mein

kaisernero
kaisernero
Superredner
1 Monat 6 Tage

ALSO des wos Bus-mässig in boazn obgeat isch lei mea a witz 
…….5-6 buss marschieren hinteranond nebn bounhof in…blockieren zun teil die stross, nemman oam a nu die vourfohrt dia frechn zeifl ….
und obendrein sein sie nu meischtns laar…….asou honnis schun soviel oft beobochtet……..also desch koa orbat…..mecht amol wissen wer den gonzen scheiss zohlt………

junger suedtiroler
junger suedtiroler
Grünschnabel
1 Monat 6 Tage

Mi hot richtig es radlfiaber gepockt wunderbore soch jeden zu empfehlen in Meran mit E bike bis Bozen. I hon richtig geld gsport bin ollm gsund und in dr city bisch a no schneller mitn Radl.

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