Rätselhafter Tod an Silvester

Grödner Hotelier starb in Berlin eines natürlichen Todes

Freitag, 09. Januar 2026 | 12:08 Uhr

Von: idr

Berlin/St. Ulrich – Tagelang hatte die Berliner Polizei im Fall des Grödner Hoteliers Hans Sanoner ermittelt. Nun liegt Klarheit vor: Der 70-Jährige aus St. Ulrich starb eines natürlichen Todes. Ein Fremdverschulden kann nach der Obduktion ausgeschlossen werden.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen 4.30 Uhr fanden Passanten in der Berliner Ansbacher Straße im Stadtteil Schöneberg einen schwer verletzten Mann zwischen geparkten Autos. Sanoner wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht und intensivmedizinisch betreut. Sein Zustand war so kritisch, dass die Ermittler ihn nicht mehr befragen konnten. Am Silvestertag erlag er schließlich seinen Verletzungen.

Weil die Umstände völlig unklar waren, leitete die Staatsanwaltschaft ein Todesermittlungsverfahren ein und ordnete eine Obduktion an. War Sanoner gestürzt? Hatte ihn ein Auto erfasst, dessen Fahrer anschließend flüchtete? Diese Spekulationen machten schnell die Runde und sorgten besonders in Gröden für Bestürzung.

Traurige Gewissheit

Nun aber steht fest: Die Untersuchung ergab eine krankheitsbedingte, medizinische Todesursache. Wie Polizeihauptkommissar Martin Halweg im Auftrag der Berliner Polizei mitteilte, kann ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden. Weitere Details zur genauen Todesursache wurden aus Datenschutz- und Persönlichkeitsrechtsgründen nicht genannt. Weitere Ermittlungen sind nicht erforderlich.

Hans Sanoner hatte das traditionsreiche Vier-Sterne-Hotel Am Stetteneck in St. Ulrich jahrzehntelang geführt – zunächst gemeinsam mit seiner Mutter, später allein. Vor einigen Jahren übergab er den Betrieb an Verwandte, um seinen Ruhestand zu genießen.

Der Termin für die Beerdigung steht noch nicht fest. In Gröden und darüber hinaus trauern viele Menschen um einen Mann, der die Südtiroler Hotellerie über Jahrzehnte mitgeprägt hat.

Bezirk: Salten/Schlern

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