Von: luk
Cortina – Mit dem Abschluss der Paralympics in Cortina ist auch der größte Sanitätsdienst in der Geschichte des Weißen Kreuzes erfolgreich zu Ende gegangen. Was bleibt, sind wertvolle Erfahrungen und ein gestärkter Teamgeist als Basis für zukünftige Herausforderungen.
„Olympia hat einmal mehr gezeigt, was wir als Vereinsfamilie gemeinsam leisten können. Entscheidend waren nicht nur die umfangreichen Vorbereitungen, sondern vor allem Zusammenhalt, Professionalität und Einsatzbereitschaft“, so das Resümee von Alexander Schmid, dem Präsidenten des Weißen Kreuzes. Zu verdanken sei dies in erster Linie den Freiwilligen. Über 1.200 waren bei den Olympischen Spielen in Antholz und Cortina sowie bei den Paralympics im Einsatz. Sie arbeiteten direkt an den Wettkampfstätten in Antholz und entlang der Rennstrecken in Cortina, in den Zuschauerbereichen, in der Polyklinik, im Rettungs- und Krankentransport sowie im Basecamp, welches der Zivilschutz des Weißen Kreuzes zur Verpflegung und Unterbringung der Einsatzkräfte eingerichtet hatte.
An den insgesamt 31 Renntagen standen mindestens 25 Sanitäterinnen und Sanitäter im Dienst, an den vier Tagen, in denen Rennen in Cortina und Antholz zeitgleich stattfanden, sogar mehr als 50. Aber auch während der Trainingstage und bei Veranstaltungen rund um die Olympischen und Paralympischen Spiele war das Weiße Kreuz mit erfahrenen Mitarbeitenden und Rettungsmitteln im Einsatz – etwa bei der Biathlon-Gaudi in Antholz oder bei den Eröffnungs- und Schlussfeiern in Cortina. Rund um die Uhr lief auch der Sanitätsdienst in der für die Spiele eingerichteten Polyklinik in Antholz. Die dort stationierten Rettungsteams sind rund hundertmal zu Notfällen ausgerückt – 39-mal war das Notarzteinsatzfahrzeug mit dabei.
„Die organisatorischen und logistischen Anforderungen waren groß – nicht zuletzt wegen der Vielfalt an verschiedenen Einsatzorten und -bereichen. Aber wir haben uns gut vorbereitet“, sagt der Präsident des Weißen Kreuzes. Monate vorher wurden die Einsatzszenarien in intensiven Schulungen, Test-Events und Übungen durchgespielt, über Koordinierungstische wurden gut durchdachte Einsatzpläne ausgearbeitet. Dabei konnte der Landesrettungsverein auf starke Partner zählen. „Die Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, dem Amt für Bevölkerungsschutz, dem Landeskoordinierungskomitee, dem olympischen OK-Team und den anderen Partnerorganisationen, allen dem italienischen Dachverband ANPAS, hat reibungslos funktioniert. Damit konnten wir einen professionellen Ablauf garantieren und im Notfall die bestmögliche Versorgung gewährleisten“, bedankt sich Schmid. Auch von den Partnern aus dem europäischen Hilfsnetzwerk Samaritan International seien wertvolle Hilfe und tatkräftige Unterstützung gekommen.
Auch Direktor Ivo Bonamico zieht ein positives Fazit: „Dieser Einsatz war eine enorme Herausforderung, aber zugleich eine wertvolle Erfahrung. Die Olympischen Spiele haben nicht nur unsere Einsatzbereitschaft unter Beweis gestellt, sondern auch den Zusammenhalt und die internationale Vernetzung des Weißen Kreuzes weiter gestärkt – eine solide Basis für zukünftige Entwicklungen“.




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