Digitalisierung und Kommunikation

Herausforderungen der modernen Freiwilligenarbeit

Mittwoch, 19. September 2018 | 11:03 Uhr

Bozen/Seefeld – Das Konzept des Freiwilligenmanagements des Landesrettungsvereins funktioniert: 3.234 freiwillige und ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren sich in den verschiedenen Bereichen des Vereins und haben allein im vergangenen Jahr knapp eine Million Arbeitsstunden geleistet.

Auch die Strategie zur Gewinnung neuer Freiwilliger ist erfreulich: 102 neue Freiwilligen im Jahr bestätigen den positiven Trend. Um auch für zukünftige Herausforderungen gewappnet zu sein, gilt es aber, stets am Ball zu bleiben und die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Freiwilligenarbeit zu verfolgen. Ein laufender Austausch mit nationalen und internationalen Partnerorganisationen steht dabei im Vordergrund: So haben die Freiwilligenkoordinatoren des Landesrettungsvereins kürzlich am Freiwilligensymposium des Österreichischen Roten Kreuzes in Seefeld teilgenommen.

Das diesjährige Symposium mit über hundert Freiwilligenkoordinatoren und Funktionären aus ganz Österreich und Südtirol beschäftigte sich mit den Zukunftsthemen „Digitalisierung, Kommunikation und Trends“. Renommierte Keynote-Sprecher sowie Fachexperten aus den Bereichen Digitalisierung, Online-Volunteering und Social Media referierten in parallelen Workshop-Reihen zu den gestellten Fragen.

Die Präsidentin des Weißen Kreuzes, Barbara Siri, zeigte sich von der Initiative begeistert und lobte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit. „Die freiwilligen Mitarbeiter sind unser größtes Kapital. Wir versuchen uns daher auf dieser Ebene laufend weiterzuentwickeln. Dazu schauen wir gerne auch über den Tellerrand hinaus und suchen den Austausch mit Partnern im In- und Ausland“.

Als besondere Herausforderung der Zukunft sieht Siri den Einbezug von kurzfristiger und projektbezogener freiwilliger Tätigkeit. Hier gilt es, die Bedürfnisse der neuen Generationen zu erkennen und nutzbringend in die Organisation einzubringen. „Anreize zum Engagement können gut in den sozialen Medien geschaffen werden. Durch ausdrucksvolle Bildsprache und laufende Information zu unseren Tätigkeiten können wir hier die Lust auf unseren Freiwilligendienst wecken“, erklärt Siri.

Die tatsächliche Kontaktaufnahme geschehe dann allerdings wieder persönlich und werde vor Ort von den Freiwilligenkoordinatoren in die Hand genommen. „Hier ist der zwischenmenschliche Austausch unerlässlich und wird auch in Zukunft das wichtigste Element in der Freiwilligengewinnung bleiben“, betont die Präsidentin des Landesrettungsvereins bei der abschließenden Podiumsdiskussion der Veranstaltung.

Von: mk

Bezirk: Bozen

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