Plötzlich weg

Im Jahr 2006 verschwunden – nun für tot erklärt

Freitag, 03. November 2017 | 16:43 Uhr

Bozen – Er galt als Vorzeigemitarbeiter – und ist plötzlich verschwunden. Die Rede ist von Rizanaj Nexhat, der in Meran mit seiner Frau und vier Kindern lebte, aber ursprünglich aus Pristina im Kosovo stammte. In den vergangenen Tagen hat das Bozner Landesgericht den Mann für tot erklärt.

Seit dem 28. September 2006 fehlt von dem Mann jede Spur. Damals war er 39 Jahre alt. Am Nachmittag sahen ihn die Kollegen noch, wie er auf einen Landsmann wartete, der ihn üblicherweise im Wagen nach Meran mitnahm.

Als sein Bekannter mit seinem Pkw ankam, war Rizanaj Nexhat plötzlich verschwunden. Laut den Ermittlungen gilt es als ausgeschlossen, dass der Mann ein Doppelleben führte. Auch die Vermutung einer Verstrickung in illegale oder kriminelle Aktivitäten ließ sich nicht halten. Im Gegenteil: Der Lebenswandel des Mannes galt als vorbildlich.

Am Abend seines Verschwindens hätte er sich in Meran mit der Direktorin jener Schule, die eines seiner Kinder besuchte, treffen sollen. Doch den Termin hat er niemals wahrgenommen.

Sämtliche Bemühungen, den Mann zu finden, blieben bislang erfolglos. Nun hat das Gericht den aufgrund eines Ansuchens der Familie den Mann für tot erklärt

Von: mk

Bezirk: Bozen, Burggrafenamt

Kommentare

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9 Kommentare auf "Im Jahr 2006 verschwunden – nun für tot erklärt"


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denkbar
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Universalgelehrter
14 Tage 3 h

Die Belastung die so eine Familie erlebt ist wirklich grausam. Nie wissen, ob jemand lebt oder einem Verbrechen Opfer wurde oder einfach untergetaucht ist. Die ständige Ungewissheit ein Greuel.
Diese Todeserklärung tut dann sicher auch sehr weh, muss aber aus rechtlichen Gründen unbedingt gemacht werden.
Ich wünsche der Frau und den Kindern viel Kraft mit diesem schweren Schicksal fertig zu werden.

Viktor
Viktor
Grünschnabel
14 Tage 1 h

Warum am Abend die Direktorin einer Schule treffen? Ich würde da mal nachhaken..

denkbar
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Universalgelehrter
14 Tage 54 Min

Das ist inzwischen gängige Praxis, dass man berufstätige Eltern am Abend an die Schule holt. Sehr oft sind vorher oder nachher Sitzungen an den Schulen.

mandela
mandela
Tratscher
14 Tage 2 h

tragisch, die frau mit den Kindern plötzlich alleine, die kinder keinen vater, diese Situation einfach unvorstellbar. alles gute.

Staenkerer
14 Tage 2 h

trauriger ofizieller akt nach einer unentlichen zeit der ungewissheit, die doch weitergeht!
ich wünsch der familie kraft und mut und das der moment kommen möge, der sie aus der ungewissheit erlöst!

Viktor
Viktor
Grünschnabel
13 Tage 23 h

Aus kriminaltechnischen Gründen wäre es sinnvoll zu ermitteln.., warum wurde an jenem Abend ein Treffen mit dieser Schuldirektorin vereinbart?

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
13 Tage 13 h

Erstens ist das sicher passiert und zweitens ist es ganz normal, dass Treffen am Abend mit Schulleitern oder Lehrpersonen stattfinden, so wie die Elternabende übrigens auch, denn da haben die berufstätigen Eltern am ehesten Zeit.

harmlos
harmlos
Tratscher
13 Tage 14 h

Der hots eper a nimmer gepockt mitn zohln, hauptsoch er losst Frau und Kinder in Ruha.

denkbar
denkbar
Universalgelehrter
13 Tage 7 h

@harmlos – Reine Spekulation, die ich aus Respekt vor der Familie für unangebracht halte.

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