Arbeiten fast abgeschlossen

Krankenhaus Bozen: Einrichtung der Notaufnahme kann starten

Mittwoch, 26. September 2018 | 17:41 Uhr

Bozen – Im Unter-, Erd- und ersten Obergeschoss des neuen Krankenhauses in Bozen sind die Arbeiten fast abgeschlossen. Nun können die Räume eingerichtet werden.

Der Termin für den Abschluss der Arbeiten im Untergeschoss, Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss am neuen Krankenhaus, der mit 30. September angegeben war, wird eingehalten. Davon überzeugten sich am 26. September der Landeshauptmann, der Hochbaulandesrat, die Gesundheitslandesrätin mit den Planern, Technikern und Vertretern der Baufirmen vor Ort.

Das neue Krankenhaus soll die Voraussetzungen für die bestmögliche Versorgung und Betreuung der Patienten bieten und darüber hinaus auch hinsichtlich der Räume patienten- und mitarbeiterfreundlich sein, unterstrich der Verantwortliche für den Bau Domenico Cramarossa beim Rundgang durch das Gebäude.

Bereits im Juli wurde  die Magistrale-Halle fertig gebaut, die die neue Klinik mit dem bestehenden Krankenhaus und dem neuen Eingang verbindet.

Nun können die neue 2900 Quadratmeter Nutzfläche umfassende Notaufnahme (vorher: 1300 Quadratmeter) mit Beobachtungsstation, die Poliambulatorien und die Radiologie mit den notwendigen medizintechnischen Ausstattungen eingerichtet und ausgestattet werden. Insgesamt sind Ausstattungslieferungen für rund 25 Millionen Euro ausgeschrieben worden. Sämtliche Arbeiten und Lieferungen sind so eingeplant, dass die Notaufnahme und die Poliambulatorien 2019 in die neuen Räume umsiedeln können.

Noch 2018 werden die ersten Lieferungen für die Patientenliftsysteme und Deckenversorgungseinheiten erfolgen. Die Lieferungen für sanitärtechnische Einrichtungen zum Lagern des Verbrauchsmaterials wurden bereits in die Wege geleitet. Vier Ausschreibungsverfahren für zivile Einrichtungen und zusätzliche elf Verfahren für Einrichtungen und medizinische Geräte sind im Gange. Zusätzliche Ausschreibungen für medizinische Ausstattungen sind in Kürze vorgesehen.

Durch den Umbau müssen auch die Anlagen für Wärme, Strom, Wasser verbessert, verstärkt und neu organisiert werden, und zwar in unmittelbarer Nähe des Krankenhausareals, wo derzeit technische Zentrale, die ab Ende November das Krankenhaus mit Energie versorgen soll, fertig gestellt wird. Heizwärme im Winter und Kühlung im Sommer liefert das Fernheiznetz, das durch die Restmüllverwertungsanlage in Bozen Süd gespeist wird. In den nächsten Monaten werden die Anlageinstallationen getestet, kalibriert und reguliert.

In Kürze sollen auch die Arbeiten für die Außengestaltung, also die Zugänge für Fahrzeuge und Menschen sowie die Grünflächen, vergeben werden und anlaufen. Bis Mitte des Jahres 2019 werden sie dann vervollständigen.

Der 255.100 Kubikmeter große und 248 Millionen Euro teure neue Krankenhaustrakt, der nun die eingerichtet wird, ist das Zentrum der chirurgischen Dienste und der wichtigsten Notfalldienste. Er liegt beim neuen Haupteingang und erstreckt sich über fünf oberirdische und zwei unterirdische Ebenen. Im Erdgeschoss befinden sich Infostellen, Verwaltungsdienste wie die Patientenaufnahme, die Befundausgabe ebenso wie Restaurant, Bar, Bank und Geschäfte. In den drei Flügeln (A, B, C) finden sich die chirurgischen Poliambulatorien. Im Flügel A gibt es drei Operationssäle für ambulante Chirurgie. Im ersten Obergeschoss sind die Notaufnahme mit der Beobachtungsstation (insgesamt 24 Betten) und die Radiodiagnostik Platz untergebracht. Im zweiten Obergeschoss sind der Operationstrakt mit 14 Sälen, der zentralisierte Bereich der Intensiv‐ und Sub‐Intensivstation (insgesamt 38 Betten) und die neue Zentralsterilisation vorgesehen. Im dritten und vierten Obergeschoss werden die funktionellen Einheiten der Endourologie und der Lithotripsie sowie die chirurgischen Bettenstationen (insgesamt 210 Betten) Platz finden. Bereits fertiggestellt ist der Hubschrauberlandeplatz, mit direkter Verbindung zu den Notfalldiensten. Unterirdisch sind die Umkleiden und die Technik untergebracht. Derzeit sind die Anlageinstallationen und die Ausbauarbeiten im Gange.

Nach Ausbau und nachdem die Dienste in die neue Klinik übersiedelt sind, kann der Umbau des bestehenden Klinikgebäudes beginnen, wobei allerdings verbleibende Dienste neu zu organisieren sind. Abbruch‐, Aufbau und Sanierung erfolgen phasenweise innerhalb von zwölf Jahren, um den Krankenhausbetrieb nicht zu beeinträchtigen. Nach dem Umbau finden im bestehenden Krankenhaus die internistischen Disziplinen, ein Mutter‐Kind-Bereich, ein zentralisierter Bereich für Day Hospital und Day Surgery und für ambulante Behandlungen, ein onkologischer Bereich und der Verwaltungsbereich Platz.

Das Krankenhaus Bozen hat eine Fläche von rund 16,5 Hektar und ist die Bezugsinfrastruktur auf Landesebene für Notfälle, fachärztliche chirurgische Disziplinen (Neurochirurgie, Gefäßchirurgie, größere onkologische Chirurgie), interventionelle Kardiologie, Stroke Unit, Neuroradiologie, Hämatologie (Knochenmarktransplantation), den Dienst für Bluttransfusion, für Infektionskrankheiten, Strahlentherapie und Nuklearmedizin, Neonatologie und Neugeborenen‐Intensivstation, den pneumologischen Dienst sowie für pathologische Anatomie. Täglich bewegen sich im Krankenhaus Bozen bis zu 7500 Personen, darunter Patienten und Besuchende, Mitarbeitende und Lieferanten. 2017 wurden rund 26.000 ordentliche Aufenthalte und rund 6000 Tagesklinik‐Aufenthalte sowie rund 4200 Day‐Service Leistungen registriert. Die Zugänge zur Notaufnahme schwankten in den vergangenen Jahren zwischen 90.000 und 100.000. Ein Anstieg wird bei den Rettungseinsätzen mit dem Hubschrauber verzeichnet; sie liegen derzeit in Bozen bei durchschnittlich bei 2000 Flügen im Jahr.

Von: mk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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32 Kommentare auf "Krankenhaus Bozen: Einrichtung der Notaufnahme kann starten"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
michaelp
michaelp
Grünschnabel
24 Tage 4 h

Davon, dass dieses Krankenhaus knapp 800 Millionen (!) Euro kostet und parallel dazu die kleinen Spitäler geschlossen bzw. ausgehungert werden, spricht niemand.

Eppendorf
Eppendorf
Universalgelehrter
24 Tage 3 h

Wird nichts gemacht, wird gejammert, wird etwas gemacht, auch.
Typisch Südtiroler…

Mistermah
Mistermah
Kinig
24 Tage 2 h

Richtig eppendorf.

Tabernakel
23 Tage 14 h

Die kleinen Spitäler sind unwirtschaftlich. Alleine ein  MRT-Gerät kostet 3-5 Millionen.

Tabernakel
23 Tage 14 h

@Eppendorf
Typisch Rechtspopolisten.

m69
m69
Universalgelehrter
13 Tage 22 h

@Tabernakel 

bezahlst Du das? ich hoffe sehr dass Du das nie brauchen wirst!

m69
m69
Universalgelehrter
13 Tage 22 h

@Tabernakel 

Du hast Rechtspopulismus 
(Populis= Völkern?) gemeint?

Tabi typisch Linkspopulismus

Angel
Angel
Grünschnabel
24 Tage 2 h

Was nützen grössere Räumlichkeiten wenn das notwendige Personal fehlt. Lieber mal mehr Ärzte und Pflegekräfte einstellen.

Mistermah
Mistermah
Kinig
24 Tage 1 h

@angel
Da hast du recht. Das muss auch zwangsläufig kommen. In Bozen müsste man die erste Hilfe sowieso trennen. In eine notfallaufnahme und in eine erste Hilfe für kleinere übel. Die können dann gegebenenfalls auch verschoben werden. So würde der “normale” Betrieb nicht von Notfällen unterbrochen und zeitlich ins untragbare verschoben und Notfälle könnten ohne Störungen durch sinnlose Diskussionen mit wartenden Patienten mit entsprechender Ruhe versorgt werden.

Tabernakel
23 Tage 14 h

Die müssen erst einmal ausgebildet werden. Europaweit fehlen Fachkräfte im Gesundheitsbereich. Alleine Deutschland hat 20.000 offene Stellen.

Tabernakel
23 Tage 14 h

@Mistermah
Wer legt fest was ein Notfall ist?

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
22 Tage 3 h

@Tabernakel
die TRIAGE, und das weltweit!

einstein
einstein
Tratscher
24 Tage 2 h

Jetzt, kurz vor den Wahlen, wo die Sanität zur Chefsache wird, gehts Schlag auf Schlag. Vom Dornröschenschlaf erwacht Herr LH ?

MickyMouse
MickyMouse
Universalgelehrter
23 Tage 15 h

Dornröschenschlaf hat wahrlich lange gedauert,aber natürlich kurz vor den Wahlen wird man vom künstlichen Koma erlöst!

venus
venus
Neuling
23 Tage 15 h

Schon eigenartig, was vor den Wahlen alles möglich wird …
Ich schlage vor, dass wir in Zukunft alle 3 Jahre Landtagswahlen haben …

Tabernakel
23 Tage 14 h

Die vergangenen Jahre fleissig gebaut.

Tabernakel
23 Tage 14 h

@MickyMouse

Bla bla bla. Wenns nicht berichtet wird heisst es: die haben nichts erreicht.

gallina
Robin Hood
Grünschnabel
24 Tage 4 h

Und das alles noch vor den Landtags Wahlen😇🙈😇

Mauler
Mauler
Tratscher
24 Tage 1 h

Bravo mit den neuen Räumlichkeiten reduzierts awia in Stau beim Eingang ober die Wortezeiten werdn die gleichen sein!
Passen vor die Wahlen awia Propaganda und die Suppe isch guat gwürzt!

Tabernakel
23 Tage 14 h

Warum werden die Wartezeiten die gleichen sein?

iuhui
iuhui
Universalgelehrter
24 Tage 3 h

das neue Krankenhaus kann auch aus Gold sein, aber wenn kein Personal aufgenommen wird, bzw. wenn keine Ärzte in der Erste Hilfe arbeiten wollen, dann ist das keine Lösung der schlechten bozner Situation!

Tabernakel
23 Tage 14 h

Kennst Du Fachpersonal auf Stellensuche?

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
24 Tage 29 Min

zuerst wird in den peripherien krankenhäuser gebaut ,sobald sie fertig sind ,werden viele abteilungen geschlossen und wieder in bozen vergrößert ,wo es dann dauernd staut ,
geld wird nur für burokratie und für beton ausgegeben 
die pflege bleibt auf der strecke, oder wird privatisiert.
in südtiroler pflege ist man schon soweit ,dass leih personal angestehlt wird ,
das ist keine gute werbung für eine guten arbeitsplatz

wir hatten mal ne gute sanität in südtirol ,um die uns viele beneidet haben ,das war mal

Tabernakel
23 Tage 14 h

Wie kann es in einem unfertigen Bau stauen?

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
23 Tage 8 h

@Tabernakel 
i hon die stroßen in boazen gmoahnt,weil  die peripherie foscht obgschofft isch

Storch24
Storch24
Tratscher
24 Tage 1 h

Wäre auch Zeit, eine Freundin von mir ist mit einer Thrombose im Bein eingeliefert worden, und hat genau 8 Stunden dort verbracht. Nicht mit viel Untersuchungen, nein im Bereich wo alles zusammenläuft !!

m69
m69
Universalgelehrter
23 Tage 15 h

Storch @

So leid es mich auch tut, aber bei dem Aufkommen und Personalenpass, ist es Realität, hoffen wir das dies im Jahr 2019 im neuen Trakt besser sein wird!

Tabernakel
23 Tage 14 h

Wenn jeder mit Schnupfen dort böswillig wichtige Fälle behindert. Die Südtiroler sind selber Schuld.

Tabernakel
23 Tage 14 h

Was ist ein Personalenpass?

m69
m69
Universalgelehrter
24 Tage 7 Min

Ich lasse mich einmal positiv überraschen, wenn es im Jahr 2019 die Tore für die Patienten öffnet, davor polemik zu machen macht wenig Sinn!

Tabernakel
23 Tage 14 h

Und wenn es nicht berichtet wird schreist Du Lügenpresse!

giftzwerg
giftzwerg
Universalgelehrter
23 Tage 13 h

i denk an die verstopft stroßen ,wenn jeder noch boazen muss 

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