Stromversorgung unterbrochen

Mindestens acht Tote bei Erdrutsch im Westen Chinas

Freitag, 17. Juli 2026 | 17:12 Uhr

Von: APA/dpa

Mindestens acht Menschen sind im Westen Chinas bei einem Erdrutsch ums Leben gekommen. 34 weitere Personen würden noch vermisst, teilten die Behörden am späten Freitagabend (Ortszeit) mit. Wie der Katastrophenschutz Stunden vorher mitgeteilt hatte, kam es am Vormittag zu einem Bergsturz im Kreis Pengshui, östlich der Metropole Chongqing. Das chinesische Staatsfernsehen verbreitete Aufnahmen des Berghangs, der an einer bewohnten Straße abgebrochen war.

Ein weiteres Video zeigte Anrainer, die vor einer Staubwolke flohen. Staats- und Parteichef Xi Jinping schickte einen hohen Vertreter der Zentralregierung in die Unglücksregion, um die Aufräumarbeiten zu überwachen, berichtete das Staatsfernsehen.

Unter Berufung auf die Behörden hieß es in den Staatsmedienberichten weiter, dass mehr als zehn Wohnhäuser verschüttet und Menschen eingeschlossen seien. Zehn Verschüttete wurden demnach bisher gerettet und sind außer Lebensgefahr. Kurz vor dem Abbruch hätten Anrainer Steinschläge bemerkt, berichtete das Staatsfernsehen weiter. Während der folgenden Evakuierung von 60 Bewohnern sei die Gerölllawine abgegangen, hieß es.

Mehr als 1.000 Menschen in Sicherheit gebracht

Warum sich der Teil der Felswand löste, ist bisher unklar. Xi verlangte, die Ursache aufzuklären und Lehren daraus zu ziehen. Die Behörden schickten Hunderte Einsatzkräfte und speziell ausgebildete Retter. Mehr als 1.100 Menschen wurden um die Unglücksstelle in Sicherheit gebracht. In der Gegend wurde außerdem die Stromversorgung unterbrochen, nachdem das Geröll drei Strommasten mitgerissen hatte, wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Vor allem im regenreichen Sommer kommt es in China immer wieder zu Erdrutschen. Vergangene Woche hatte ein Erdrutsch in der nordwestlichen Provinz Gansu nahe der Stadt Longnan 21 Menschen das Leben gekostet.

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