Einsatz für die Bergrettung Meran

Missverständnis am Klettersteig Ziel

Mittwoch, 23. Juni 2021 | 15:52 Uhr

Meran – Heute gegen 13.00 Uhr wurde die Meraner Bergrettung im Zieltal am Klettersteig Ziel zu einen Einsatz gerufen. Eine deutsche Familie bestieg den Familienklettersteig, als im zweiten Abschnitt, der fordernder ist, der 22-jährige Sohn nicht mehr weiterkonnte. Er wollte dort warten und sich ein wenig erholen. Die anderen Familienmitglieder beschlossen, den Klettersteig zu Ende zu gehen und dann den 22-Jährigen im Abstieg zu holen. Nach einer Weile entschied sich dieser allerdings, alleine abzusteigen. Dabei verstieg er sich so, dass er nicht mehr weiterkommen konnte. Andere Klettersteiggeher bemerkten seine missliche Lage und verständigten die Bergrettung.

Zufällig war eine Meraner Bergretter gerade an der Nasereithütte (1523m), hörte die Alarmmeldung und stieg unverzüglich zum Klettersteig auf. Zeitgleich rückte eine Mannschaft mit dem Einsatzwagen aus und fuhr zur Nasereithütte. Der Bergretter hatte den Klettersteiggeher schnell gefunden. Er versorgte ihn mit Getränken (es war sehr heiß), beruhigte ihn und sicherte ihn für den Abstieg. Gemeinsam mit den anderen Meraner Bergrettern begleiteten sie dann den Sohn und die mittlerweile auch dazugestoßenen restlichen Familienmitglieder, zur Nasereithütte. Dort waren dann alle wieder froh, dass es noch so gut ausgegangen ist.

Der Einsatz für die Bergrettung Meran dauerte ungefähr zwei Stunden.

Von: luk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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8 Kommentare auf "Missverständnis am Klettersteig Ziel"


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Zugspitze947
1 Monat 10 Tage

also ab und zu sind die Leute wirklich kopflos ! Wie kann man jemand zurück lassen ? Etweder alle weiter oder ALLE umkehren ! herzlichen Dank an die Bergretter ! ❤👌😍

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Ist er doch glatt mit einem Fahrradhelm am Klettersteig unterwegs gewesen…???
Andererseits, wenn man als Gruppe unterwegs ist, lässt man auch niemanden zurück sondern geht gemeinsam zurück!
Hoffentlich haben alle etwas daraus gelernt…

Andreas1234567
Andreas1234567
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Hallo liebe Redaktion, 

nennt das bitte nicht “Familienklettersteig”, das erweckt einen komplett falschen Eindruck.

Es braucht (unbedingt) ein Klettersteigset, teilweise geht es über Dutzende Höhenmeter durch Kletterfelsenbereiche (die tatsächlich im Sommer dann dementsprechend aufheizen)
und letztendlich geht es weit über 300 Meter ununterbrochen sehr steil hinauf mit nichts als Luft unter dem Hintern.

Vom Gelände und den körperlichen Ansprüchen anspruchsvoll und wenn ein Wetter aufkommt sind auch die Ausstiege über Wiesengelände extrem rutschig.
Bin den selbst nie gegangen, aber es ist kein “Klettersteig” wie es deutsche Touristen aus Karwendel und Wetterstein kennen und die gesunde Berggeher locker ohne Hilfsmittel meistern.

Auf Wiedersehen im Zieltal

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Na habediere a nette Familie de net umkearn will! Egoismus pur!

Porzelona
Porzelona
Grünschnabel
11 Tage 13 h

Olms gleiche mit dei Touristn

Offline
Offline
Kinig
11 Tage 3 h

Die Schar der “Trolle” hat kompetenten 🙈🙉🙊 Zuwachs bekommen…

Porzelona
Porzelona
Grünschnabel
9 Tage 22 h

Danke dass du mi willkommen im club hoasch!

black diamond 64
black diamond 64
Grünschnabel
17 Tage 6 h

Was die letzten Jahre in den Bergen los ist, ist unglaublich. Es wird auch irgendwie falsch vermittelt wie einfach ein Steig zu begehen ist. Klettergurte bekommst bald eh in jedem Supermarkt, dann noch das passende Outfit und dann noch ein youtube Video angeschaut und schon geht’s los. Man kann wirklich froh sein das dabei zum
Glück (noch) so wenig passiert. Aber es ist halt ein großer wirtschaftlicher Markt und in der Werbung gibt’s keine Gefahr.

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