Beziehung steckte in einer Krise

Mordfall Riffeser: Mutter hat Tochter gewarnt

Mittwoch, 26. September 2018 | 12:40 Uhr

Meran – In Zusammenhang mit den Ermittlungen rund um den Mordfall in Gratsch bei Meran werden neue Details bekannt. Die Mutter vom Mordopfer erklärte in einem Fernsehinterview, dass sie ihre Tochter vor ihrem Ehemann gewarnt habe.

In der Ehe von Alexandra Riffeser und Johannes Beutel soll es schon länger gekriselt haben. Eine der beiden Töchter war an Leukämie erkrankt. Nachdem die Tochter wieder gesund geworden war, habe Alexandra das Leben wieder genossen. „Das hat ihr Mann nicht akzeptiert“, erklärte Margit Riffeser, die Mutter der 34-Jährigen.

Die neugewonnene Lebensfreude der jungen Frau könnte demnach beim 38-jährigen Tatverdächtigen etwas Beunruhigendes ausgelöst haben.

Alexandra Riffeser und Johannes Beutel hatten sich im Jahr 2014 vermählt. Als eine der beiden Töchter schwer krank wurde, tat sich offenbar ein Riss in der Beziehung auf. Der Mann, der aus Vorarlberg stammt und dort bei einem Logistikunternehmen arbeitete, war nicht immer konstant anwesend.

Von der Krise in der Beziehung haben – abgesehen von der Familie und dem engsten Freundeskreis – offenbar nur wenige etwas bemerkt. Erst vor rund zehn Tagen wurde das Ehepaar von einer Bekannten in einem Lokal beim gemeinsamen Abendessen gesehen, berichtet Alto Adige online.

Auf die Warnungen der Mutter habe ihre Tochter nur gemeint, es werde schon nichts passieren. Gekommen ist es jedoch anders, die Beziehung endete in einer Tragödie: Johannes Beutel hat seine Frau am Montag ermordet. Rund zwölfmal hat er mit einem Messer zugestochen.

In einem langen Verhör gestand er die Tat vor dem Staatsanwalt und gab Eifersucht als Motiv an. RA Markus Vorhauser ist der Vertrauensverteidiger des Tatverdächtigen. Der Haftprüfungstermin wurde am Donnerstag auf 9.30 Uhr verlegt.

Wie Vorhauser gegenüber lokalen Medien erklärt, befinde sich sein Mandant in einer schlechten Verfassung. Er könne sich die Tat nicht erklären und verzweifle gerade daran. Er habe Johannes Beutel als überlegten Menschen kennengelernt. Von Freunden werde er als sanfter Mensch bezeichnet.

Nach dem Mord an Alexandra Riffeser in Gratsch bei Meran leben die beiden kleinen Töchter vorerst bei den Großeltern.

Die beiden Mädchen im Alter von neun und sechs Jahren waren auch am Montag, als die Tat begangen wurde, nach der Schule bei den Großeltern. Sollte der 38-Jährige verurteilt werden, wird er das Sorgerecht für die Kinder verlieren.

Wer für die beiden Mädchen dann sorgen und für sie die Verantwortung tragen soll, darüber werden Sozialdienste und ein Jugendgericht entscheiden.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

Kommentare

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22 Kommentare auf "Mordfall Riffeser: Mutter hat Tochter gewarnt"


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Leonor
Leonor
Superredner
26 Tage 19 h

Bei Krankheit ist fast immer so denke ich halt so, eine Geduldsprobe für die Beziehung. Ich denke die Veränderungen sind dazu da um über sich selbst hinauszuwachsen. Bei ihm denke ich hat er diese Veränderungen im allgemein nicht gepasst.

Protler
Protler
Grünschnabel
26 Tage 18 h

Du kennst ihn NICHT!

blabla
blabla
Grünschnabel
26 Tage 16 h

Sig i a aso.Des passiert brutal oft,dass noch so eppes a Trennung kimp.Schod,weil eigntlich hoassts jo..wie in guten und schlechten Tagen……

Tina234
Tina234
Grünschnabel
26 Tage 13 h

@Protler 
Narzisst?

sarnarin
sarnarin
Grünschnabel
26 Tage 14 h

Wie kann man das Privatleben dieser Familie nur so öffentlich ausschlachten? Ich denke nicht, dass es im Sinne der Verstorbenen wäre. Schützt doch wenigstens die Kinder und spart euch solche Berichte! Ist so schon tragisch genug.

wuestenblume
wuestenblume
Superredner
26 Tage 16 h

Tragisch…besonders für die Kinder …

rosenstock2018
rosenstock2018
Grünschnabel
26 Tage 17 h

Was sein Gesichtchen so alles verbirgt..

Sag mal
Sag mal
Kinig
26 Tage 14 h

die Frau schätzt ich als sehr selbstbewusst,Ihn ehr zurückhaltender ein.Ist jetzt keine Kritik ,sondern Feststellung.

Staenkerer
26 Tage 13 h

es “lebn geniesen” noch a schwarer zwit, werd oft a von ausenstehende folsch verstondn, nit lei von an eifersüchtigen partner!
i woas nit wos de mutter zu der warnung gebrocht hot
ober im allgemeinen gsog tuat a einmischungen der eltern in a beziehung seltn guat, oft fühlt sich der oane partner bestärkt und der ondre doppelt ungegriffn!

ebbi
ebbi
Grünschnabel
26 Tage 12 h

@Sag mal ….und auf Grund von was kommst du zu deiner “Einschätzung”? dieser zwei Menschen? kennst du sie persönlich? oder bildest du dir deine Meinung auf Grund eines Fotos?

Sag mal
Sag mal
Kinig
26 Tage 3 h

@ebbi die Einschätzung geht vom Photo aus.Meist traf der Eindruck der ersten Begegnung, zu.

Mutti
Mutti
Superredner
26 Tage 16 h

Und i hon gemoant a kronkheit schweisst zomm….er hot sich sicher a sorgen gemocht,ober a so eppes zu tian entschuldigt nichts…

Septimus
Septimus
Superredner
26 Tage 10 h

Vermutungen,Verzweiflung…Eifersucht…wirklich niemand kann genau sagen,was in solchen Momenten in einem Menschen vor sich geht…welche Welt ist in der Psyche des Täters zusammen gebrochen???…wieviele uns unbekannte Faktoren mag es gegeben haben..? Wir wissen es nicht….nun diese moderne Version der Steinigung und das  metaphorische “Steine werfen” auf andere Menschen, die einen Fehler begangen haben,wird in den Medien leider all zu oft sehr hochgeschaukelt….

ivo815
ivo815
Kinig
26 Tage 3 h
Und weil das so ist, finde ich es auch nicht richtig, von einem Mord zu schreiben. 12 Stiche deuten wohl eher auf eine Kurzschlußhandlung hin, also auf Totschlag. Auch das Verhalten des Täters direkt nach der Tat, lässt keinen Rückschluß auf eine geplante Handlung zu. Butterfly-Messer übrigens können in Österreich ab dem 18. Lebensjahr legal erworben werden und deren Besitz stellt dort keine Straftat dar. Was Menschen zu solchen Taten treibt, auch das muss individuell betrachtet werden. Psychische Labilität hängt oft mit Traumata aus der Kindheit, oder sogar später, zusammen. Deren Auswirkungen werden oft unterschätzt und treten bei Belastungskrisen zu… Weiterlesen »
Waltraud
Waltraud
Universalgelehrter
25 Tage 22 h

@ivo815

Die Ehefrau mit 12 Messerstichen zu töten, weil diese nach schwerer Zeit ihre Lebensfreude wieder fand, zeugt doch von großer Abnormität. Mag man das auch nicht als Mordmerkmal anerkennen, für welches natürlich lebenslänglich gilt, so wäre dafür doch eine lange Zeit in der Psychiatrie fällig. Gott sei Dank müssen wir da kein Urteil fällen.

ivo815
ivo815
Kinig
25 Tage 21 h

Liebe @Waltraud wir kennen nur die wenigen fraglichen Details, welche in der Presse öffentlich gemacht werden. Man sollte doch zumindest das Urteil eines Gerichts abwarten, bevor man sich festlegt.

Leonor
Leonor
Superredner
26 Tage 16 h

Als eine der beiden Töchter schwer krank wurde, tat sich offenbar ein Riss in der Beziehung auf.

Trevor
Trevor
Neuling
26 Tage 10 h

Anwalt gerade im Fernseh..ruhige und sanfte Person die nichtvzu gewalt neigt…. Wer trog denn bitte a Butterflymesser mit sich umer?

Tina234
Tina234
Grünschnabel
26 Tage 13 h

🙈 was ist denn nur mit der Menschheit los?
wenn etwas nicht mehr klappt, dann geht man halt getrennte Wege, das ist halt mal so im Leben und damit muss man klar kommen. 
Zudem, wie oben geschrieben: “Nachdem die Tochter wieder gesund geworden war, habe die Mutter das Leben wieder genossen und das hat ihr Mann nicht akzeptiert”.
Das ist wohl schön, wenn eine Mutter aufblüht wenn es dem Kind wieder gut geht.
Mir tun die Kinder leid, hoffentlich werden die Kinder voll unterstützt, nicht nur finanziell sondern auch psychisch.

geranie
geranie
Neuling
26 Tage 13 h

Oanfoch la schlimm…..Die Leidtrogenden sein olm die Kindr,egal wia a Trennung odr Unfoll ausgeat…I hoff die Kinder kennen in dr Familie bleibm.

bon jour
bon jour
Universalgelehrter
26 Tage 8 h

a Ösi war. Stellts euch vor, a Marokkaner wärs gewesen … da hätte man jetzt 200 Kommentare

Joerg
Joerg
Neuling
25 Tage 22 h

Ich vermiss a bissl die ausländerfeindlichen kommentare…stellts enk amol vor wos fir kommentare gfollen waren wenn er fa a ondore hautforbe kop hät?

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