Von: mk
Meran – Am Sonntagnachmittag kam es in mehreren Teilen Südtirols zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen aufgrund von intensiven Gewittern mit Starkregen.
Besonders betroffen war der Raum Meran, wo der Weißplatter Bach zwischen Labers und Freiberg über die Ufer trat und ein Wohnhaus unterspülte. Eine in der Garage eingeschlossene Person wurde von den Einsatzkräften in Sicherheit gebracht.
Nach dem Murenabgang wurden mehrere Bewohner in ihren Häusern eingeschlossen. Aufgrund der schwierigen Lage erfolgte ihre Rettung durch die Flugrettung mittels Seilwinde. Die Feuerwehr sicherte die Einsatzstelle und unterstützte die weiteren Rettungsmaßnahmen.
Bei einer Pressekonferenz am Sonntagabend schilderte Merans Bürgermeisterin und Zivilschutzchefin Katharina Zeller, was beim Unwetter passiert ist. Einige Zahlen: Auf dem Gemeindegebiet von Meran und Hafling mussten knapp 80 Personen evakuiert werden, davon wurden fünf ins Krankenhaus gebracht. Zwei Häuser wurden bis in den zweiten Stock vermurt. Insgesamt wurden sechs Gebäude beschädigt und mehrere Autos aus Garagen gespült.

Die Freiwilligen Feuerwehren Freiberg, Hafling, Labers und Meran standen im Einsatz, um das Wasser abzuleiten, das Gebäude zu sichern und weitere Schäden zu verhindern. Zusätzlich wurden Bagger zur Unterstützung angefordert.

In Hafling fielen innerhalb einer Stunde rund 50 Millimeter Niederschlag. Die starken Regenfälle lösten mehrere Vermurungen aus, verschütteten Straßen und überfluteten Obstanlagen sowie Grundstücke. Auch im Bereich des Milchhofs in Meran mussten die Feuerwehren eingreifen.

Acht Mann der Freiwilligen Feuerwehr Marling waren zur Unterstützung der Freiwilligen Feuerwehr Untermais im Unwettereinsatz. So musste beispielsweise ein Abwasserkanal im Rennstallweg geöffnet werden. Weitere Mannschaften standen im Gerätehaus in Bereitschaft.

Aus Taufers im Münstertal, Matsch, Schluderns und Mals wurden weitere Einsätze gemeldet. Die Feuerwehren räumten dort überflutete Bereiche, beseitigten Muren und sicherten Verkehrswege.

Unter anderem rückten die Freiwilligen Feuerwehren zu Auspumparbeiten in die Industriezone von Schluderns aus. Mit Tauchpumpen und weiterem Gerät befreiten sie überflutete Gebäude und Betriebsflächen vom eingedrungenen Wasser und sicherten die betroffenen Bereiche. Die Aufräum- und Sicherungsarbeiten dauerten bis in die Abendstunden an.

Am Sonntagnachmittag kam es im Bereich des Schafstallbachs im Pfossental in der Gemeinde Schnals zu einem Murgang, der zu erheblichen Beeinträchtigungen führte. Die Schlamm- und Geröllmassen verschütteten die Straße, wodurch mehrere Anwohner und Touristen in ihren Häusern und Almhütten vorübergehend eingeschlossen waren. Die Freiwillige Feuerwehr Karthaus war gemeinsam mit den zuständigen Einsatzkräften im Einsatz, um die Straße freizumachen und die Lage zu sichern. Das Amt für Wildbach- und Lawinenverbauung West begann unmittelbar nach dem Ereignis mit den Aufräumarbeiten.













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