Von: ka
Meran – Bei einer Pressekonferenz am Sonntagabend schilderte die Bürgermeisterin und Zivilschutzchefin von Meran, Katharina Zeller, was sich während des Unwetters ereignet hatte. Insgesamt mussten 69 Personen evakuiert werden. Das Gebiet wurde gesperrt. Am Montag findet um 6.00 Uhr eine neue Einsatzbesprechung statt, um die Schäden zu begutachten und weitere Maßnahmen zu beschließen.

Der Alarm bei der Zentrale des Zivilschutzes wurde um 17.00 Uhr ausgelöst. Ein Erdrutsch, der sich entlang der Landesstraße nach Hafling – nur wenige Meter vor dem Eingang des letzten Tunnels vor dem Restaurant Sulfner – gebildet hatte, trieb eine große Menge an Geröll und Schutt talwärts. Das Material erreichte den Weißplatterbach und führte kurz vor dessen Zusammenfluss mit dem Naifbach, in der Nähe des Kreisverkehrs an der Kreuzung mit der Katzensteinstraße, zu dessen Überflutung. Ein gewaltiger Schlamm- und Geröllstrom überflutete die Fahrbahn der SP 8 und verursachte schwere Schäden an zwei Höfen, die sich in unmittelbarer Nähe der Kreuzung und entlang der Landesstraße befinden. Vorsorglich wurden auch drei weitere benachbarte Gebäude evakuiert. Insgesamt mussten 69 Personen ihre Wohnungen verlassen: 39 Einwohner im Gemeindegebiet von Meran und 30 in der Gemeinde Hafling. Fünf Personen wurden mit Verletzungen, die als leicht eingestuft wurden (Code Grün), ins Krankenhaus gebracht.

Die Rettungsmaßnahmen, die von der Feuerwehr und vom Zivilschutz durchgeführt wurden, wurden durch eine zweite Schuttwelle erheblich erschwert, die das Gebiet etwa eine halbe Stunde nach dem ersten Ereignis traf. Vor Ort war auch der Landesgeologe Volkmar Mair im Einsatz.
Noch vor Einbruch der Dunkelheit, liefen – auch mit Hilfe eines Hubschraubers – technische Untersuchungen, um die Stabilität des Hangs zu beurteilen und weitere Abbrüche zu verhindern. Im Laufe dieser Nacht werden alle möglichen Maßnahmen ergriffen, um das Gebiet zu sichern – auch im Hinblick auf die bevorstehenden Niederschläge.

Verkehrsmaßnahmen
Bis auf Weiteres wurde die vollständige Sperrung des betroffenen Gebiets für den Verkehr angeordnet:
im Norden auf Höhe der Rametz-Brücke;
im Westen entlang der Romstraße, beginnend beim Haus Arnika talwärts;
im Süden am Kreisverkehr gegenüber dem Restaurant Würstl Hans (ausgenommen Einwohner*innen von Sinich).
Zudem bleibt die Landesstraße nach Hafling gesperrt; der Verkehr wird in Richtung Mölten/Terlan umgeleitet.

Nächste Updates
Für Montagn um 6.00 Uhr wurde eine weitere Einsatzbesprechung einberufen, um das gesamte Ausmaß der Schäden zu erfassen und die weiteren Maßnahmen zur Hilfe und Wiederherstellung festzulegen.
„Ich danke allen Frauen und Männern der Feuerwehr, des Zivilschutzes und den eingesetzten Einsatzkräften von ganzem Herzen für ihre Einsatzbereitschaft, ihre Professionalität und ihr Engagement in diesen schwierigen Stunden“, erklärt die Bürgermeisterin von Meran. „Die Stadtverwaltung sichert den von der Überschwemmung betroffenen Familien maximale Unterstützung zu und wird weiterhin eng mit dem Land und der Gemeinde Hafling zusammenarbeiten, um Sicherheit, Hilfe und einen raschen Beginn der Wiederaufbaumaßnahmen zu gewährleisten“, betonte Bürgermeisterin Katharina Zeller.

Die Gemeinde Meran fordert die Bevölkerung auf, sich strikt an die Anweisungen der Behörden zu halten, gesperrte Bereiche zu meiden und nicht unbedingt notwendige Fahrten in den betroffenen Gebieten einzuschränken.






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