Von: importer
Nach der verheerenden Sturzflut mit mehr als 1.000 Toten will sich Nepal Insidern zufolge mit einem neuen Frühwarnsystem an seiner Grenze zu China künftig besser vor solchen Katastrophen schützen. In der Grenzstadt Timure sollen seismische Sensoren, Kameras und eine Satellitenverbindung installiert werden, sagten zwei mit den Plänen vertraute Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Ausrüstung für das Frühwarnsystem werde in der Flussregion im Distrikt Rasuwa aufgebaut, in der vergangene Woche ein Gletscherabbruch eine gewaltige Schlamm- und Gerölllawine ausgelöst hatte. Fast 4.000 Menschen werden noch vermisst.
Satellitensystem soll eingesetzt werden
Kern des Vorhabens sei ein Satellitensystem (VSAT), das die Datenübertragung der Überwachungsposten auch bei einem Ausfall der Mobilfunknetze sichern soll. Ein solcher Netzausfall hatte sich bei der Flut in der vergangenen Woche ereignet und mindestens vier Messstationen lahmgelegt. Der Chef der nepalesischen Katastrophenschutzbehörde NDRRMA, Dharma Raj Upreti, bestätigte den Aufbau neuer Stationen sowie die Installation neuer Kameras. Diese würden den Behörden Echtzeitdaten über den Wasserstand liefern. “Auf dieser Grundlage werden die Behörden SMS-Warnungen versenden, sobald neue Überschwemmungen drohen”, sagte er.
Ein Frühwarnsystem würde den Verantwortlichen nur wenige Minuten Zeit geben, um die flussabwärts gelegenen Gemeinden zu alarmieren. Dieses kurze Zeitfenster könnte sich jedoch als entscheidend erweisen. Bei der Katastrophe in der vergangenen Woche traf die Sturzflut einen Grenzübergang zwischen Nepal und der chinesischen Region Tibet um 8.32 Uhr, eine öffentliche Warnung wurde einem Reuters-Bericht zufolge jedoch erst um 9.13 Uhr herausgegeben. Nepal hatte China bereits in den Monaten vor der Flutkatastrophe um einen detaillierteren Austausch von Echtzeitdaten über Gletscherbewegungen und Wasserstände gebeten.




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