Von: luk
Bozen – Ein tragischer Unfall hat sich am Donnerstagmorgen in Bozen ereignet: Ein 33-jähriger obdachloser Mann ist in einem Mehrfamilienhaus im Neubruchweg rund 30 Meter in die Tiefe gestürzt. Dabei verlor der Marokkaner, der in Italien ohne festen Wohnsitz lebte und Asyl beantragt hatte, sein Leben.
Der Unfall geschah gegen 7.30 Uhr im Treppenhaus des Gebäudes. Nach ersten Erkenntnissen versuchte der Mann, über ein Sicherheitsgitter zwischen dem achten und neunten Stockwerk zu klettern. Dabei verlor er offenbar den Halt und stürzte mehrere Stockwerke tief bis ins Erdgeschoss.
Einsatzkräfte des Rettungsdienstes versuchten noch, den Mann zu reanimieren. Die Verletzungen waren jedoch zu schwer: Der 33-Jährige starb noch am Unfallort.
Auch Beamte der Staatspolizei waren im Einsatz und sicherten Spuren. Die Staatsanwaltschaft Bozen hat Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.
Wie die Quästur mitteilt, wurden vor Ort gestohlene Gegenstände gefunden, die der Mann vermutlich um 4.00 Uhr morgens in einem Geschäft in der Freiheitsstraße erbeutet hatte.
Die Identität des Nordafrikaners wurde durch Fingerabdrücke bestätigt. Eine Leichenschau ergab keine Spuren von Gewalt durch Dritte. Die Staatsanwaltschaft verfügte die Freigabe der Leiche ohne Obduktion.
Berichten zufolge halten sich in dem Gebäude immer wieder Obdachlose auf. Sie gelangen über das Treppenhaus in die oberen Stockwerke und nutzen das Haus gelegentlich als Unterschlupf. Das Mehrfamilienhaus gilt seit längerem als heruntergekommen.




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