Großeinsatz der Rettungskräfte in Südtirol

Ridnaun: Zwei Tote bei Lawinenabgang

Samstag, 21. März 2026 | 14:56 Uhr
Update

Von: luk

Bozen – Im Ridnauntal im Norden von Südtirol ist es am Samstag kurz vor Mittag zu dramatischen Szenen gekommen: In hochalpinem Gelände an der Zunderspitze (2.445 m) hat sich eine große Lawine gelöst und mehrere Personen erfasst.

Die Landesnotrufzentrale spricht von 25 Beteiligten. Rund zehn davon wurden von der Lawine mitgerissen.

Mehrere Gruppen waren zum Zeitpunkt des Abgangs am Berg und in dem Bereich unterwegs.

Die Bilanz: Zwei Tote und fünf Verletzte – drei davon schwer.

Unmittelbar nach dem Lawinenabgang wurde ein umfangreicher Rettungseinsatz gestartet. Rund 80 Einsatzkräfte des Bergrettungsdienstes, des Weißen Kreuzes, der Feuerwehr sowie des Bergrettungsdienstes der Finanzwache standen im Großeinsatz, um verschüttete Personen zu orten und zu bergen. Neben den Notarzthubschraubern Pelikan 1, 2, 3, und Aiut Alpin Dolomites war auch eine Suchhundestaffel vor Ort.

Die Lage war angespannt: Auch das Einsatzzentrum in Innsbruck wurde alarmiert, um die grenzüberschreitende Koordination zu unterstützen. Ebenso alarmiert wurde der Rettungshubschrauber Christophorus 1 aus Innsbruck. Das österreichische Team brachte einen der Verletzten nach der Erstversorgung in die Uni-Klinik.

Die anderen Verletzten wurden nach ihrer Bergung und Versorgung zur weiteren Behandlung in die Südtiroler Krankenhäuser eingeliefert. Über die Herkunft und Identität der Opfer gab es vorerst keine Angaben.

Tragisches Jahr

2026 wird als tragisches Jahr für die italienischen Alpen in Erinnerung bleiben. Seit Anfang 2026 sind 34 Menschen ums Leben gekommen, das ist ein Negativ-Rekord in Europa. Instabile Schneeschichten und unberechenbare Wetterbedingungen führten in den norditalienischen Regionen Trentino, Lombardei, Aostatal und Piemont zuletzt wiederholt zu mehreren Rettungseinsätzen.

 

Bezirk: Wipptal

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