Auftakt der Bauarbeiten für Kultur- und Gartenprojekt

Heller-Projekt: Baumpflanzung markiert Auftakt für Hofburggarten

Mittwoch, 13. Mai 2026 | 16:14 Uhr

Von: mk

Brixen – Mit einem feierlichen Festakt wurde im Hofburggarten von Brixen der offizielle Auftakt der Bauarbeiten begangen. Im Beisein des künstlerischen Leiters André Heller, von Vertreterinnen und Vertretern der Landes- und Stadtregierung sowie der Projektpartner wurde symbolisch der Beginn der Umsetzung gesetzt. Der tatsächliche Start der Bauarbeiten ist für den 4. Juni 2026 vorgesehen. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Querflötentrio „Namana“ der Musikschule Brixen.

Im Mittelpunkt der Wortmeldungen standen die Bedeutung und das Potenzial des Projekts aus unterschiedlichen Perspektiven.

Bürgermeister Andreas Jungmann hob die besondere Bedeutung des Hofburggartens für die Stadt hervor. Der Garten solle zu einem Ort der Begegnung, der Erholung und der Inspiration für die Bevölkerung werden und einen nachhaltigen Beitrag zur Lebensqualität in Brixen leisten. Zudem kündigte er ein Baumfest im Herbst dieses Jahres an, das der Bevölkerung offenstehen wird.

Landesrat Peter Brunner betonte die besondere Stärke des Projekts in der Verbindung von Garten und Kunst, die dem Vorhaben seinen charakteristischen Ansatz verleiht.

Landesrat Philipp Achammer verwies auf die Entstehung eines neuen Raums für zeitgenössische Kunst an einem historisch geprägten Ort im Herzen der Stadt. Das Projekt biete großes Potenzial auch für die lokale Kultur- und Kreativwirtschaft.

Landesrat Luis Walcher stellte die Bedeutung der Vegetation in den Mittelpunkt. Mit alten Baumarten und einem nachhaltigen Gesamtkonzept entstehe ein besonderer Baumgarten, der ökologisch wie gestalterisch neue Maßstäbe setze.

Den symbolischen Abschluss des Festakts bildete die Pflanzung eines Rotahorns, der den offiziellen Beginn der Umsetzung markiert.

Der künstlerische Leiter André Heller zeigte sich erfreut über den Start der Bauarbeiten und verwies auf die Idee eines Ortes, der Natur, Kunst und Geschichte miteinander verbindet. Der Hofburggarten solle ein Raum sein, der Menschen berührt und zum Verweilen und Entdecken einlädt. Er betonte zudem, dass der Hofburggarten ein Ort werden solle, an dem Kunst, Natur und Nachhaltigkeit in einen lebendigen Dialog treten. In enger Zusammenarbeit mit dem Versuchszentrum Laimburg entstehe eine sorgfältig entwickelte Bepflanzung, bei der auch der Boden mit Pflanzenkohle angereichert werde, um CO₂ langfristig zu speichern. Alte Obstsorten und eigens kultiviertes Saatgut seien Ausdruck gelebter Biodiversität. Kunst und Vegetation seien bewusst aufeinander abgestimmt und sollten sich gegenseitig bereichern – als Elemente, die neue Perspektiven eröffnen und den Ort mit einer besonderen, positiven Energie aufladen.

Das Projekt Hofburggarten hat in den vergangenen Jahren wiederholt öffentliche Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Bereits im Dezember 2017 wurde der österreichische Universalkünstler André Heller mit der Kuratierung des rund 2,3 Hektar großen Areals betraut. Es folgten umfangreiche archäologische Untersuchungen sowie Maßnahmen zur Bodensanierung. Das Vorprojekt wurde im Januar 2025 vom Gemeinderat genehmigt und der Öffentlichkeit vorgestellt. Gleichzeitig ist das Projekt auch auf Kritik gestoßen.

In den vergangenen Monaten wurde die Detailplanung ausgearbeitet, Ausschreibungen durchgeführt und Aufträge vergeben. Damit sind nun die Voraussetzungen geschaffen, um mit der Umsetzung vor Ort zu beginnen.

Die Eröffnung des Hofburggartens ist – sofern der Zeitplan eingehalten werden kann – für das Frühjahr 2028 vorgesehen. In den kommenden Monaten stehen umfangreiche Bauarbeiten an; bereits im Spätherbst ist die Pflanzung der ersten Bäume geplant.

Bezirk: Eisacktal

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