Von: mk
Bozen – Am Mittwoch, den 4. Februar, fand im Mehrzwecksaal des Stadtviertels Oberau-Haslach am Nikolettiplatz in Bozen eine Informationsveranstaltung zur Hochwassersicherungsmaßnahme am Schelmbach statt. Im Mittelpunkt des Abends stand die Vorstellung des Projekts zur Errichtung eines neuen Rückhaltebeckens, das den Hochwasserschutz für das Stadtviertel weiter verbessern soll.
An der Veranstaltung nahmen Vizebürgermeister Stephan Konder, der Stadtrat für Umwelt Marco Caruso, die Präsidentin des Stadtviertels Daniela Andreani, der Direktor des Gemeindeamtes für Geologie und Zivilschutz der Stadt Bozen Emanuele Sascor sowie Techniker und Fachleute der Landesverwaltung und der Stadt Bozen teil. Sie stellten das Vorhaben vor und beantworteten die Fragen der anwesenden Bürgerinnen und Bürger.
Im Laufe des Abends wurde das vom Landesamt für Wildbach- und Lawinenverbauung Süd, einer Struktur der Agentur für Bevölkerungsschutz, umgesetzte Projekt erläutert. Ziel der Maßnahme ist es, die hydraulische Gefährdung im Stadtviertel Oberau-Haslach deutlich zu reduzieren. Vorgesehen ist die Errichtung einer neuen Rückhaltesperre aus Stahlbeton im Schelmbach, die Geröll und angeschwemmtes Holz zurückhält und in den oberhalb gelegenen Ablagerungsraum ableitet.
Das Projekt umfasst darüber hinaus den Bau eines neuen Rückhaltebeckens oberhalb der bestehenden Anlage, das durch Erddämme begrenzt wird, sowie die Verstärkung der Uferschutzbauwerke. Geplant ist außerdem die Anpassung der Abflusssektion der bestehenden Künette zwischen dem Rückhaltebecken und dem Küepachweg bis zum Beginn des verrohrten Abschnitts des Schelmbach durch den Bau von Ufermauern aus Stahlbeton.
Während der Informationsveranstaltung wurden auch Angaben zum zeitlichen Ablauf der Arbeiten gemacht. Die vorbereitenden Maßnahmen zur Einrichtung der Baustelle sollen Mitte Februar beginnen, die Gesamtdauer des Eingriffs wird auf rund sechs Monate geschätzt. Während der Arbeiten kann es zeitweise zu Einschränkungen beim Begehen der Promenade sowie gegebenenfalls zu kurzfristigen Sperren kommen.
Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 1,1 Millionen Euro wird von der Gemeinde Bozen in ihrer Funktion als Bauherr über das Gemeindeamt für Geologie, Zivilschutz und Energie finanziert.




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