Von: mk
Bozen – Ein 50-Jähriger mit Migrationshintergrund wird beschuldigt, am 13. Februar 2025 einen 19-jährigen Südtiroler in einem islamischen Gebetszentrum in Südtirol sexuell genötigt zu haben. Der Fall wird derzeit am Südtiroler Landesgericht verhandelt.
Der Vorfall soll sich in einem rückwärtigen Aufenthaltsraum ereignet haben. Die Anklage wirft dem verheiraten Vater von vier Kindern vor, die Abwesenheit anderer Personen ausgenutzt zu haben, um das Opfer zu bedrängen, zu küssen und sexuelle Äußerungen zu tätigen.
Der Übergriff endete erst, als ein weiterer Besucher den Raum betrat, berichtet die Zeitung Alto Adige. Der 19-Jährige hatte von dem Vorfall seinen Eltern erzählt und darauf Anzeige erstattet.
In der jüngsten Verhandlung am Gericht von Bozen lehnte die Richterin einen von der Verteidigung vorgeschlagenen Vergleich ab. Die vorgeschlagene Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten wurde als unangemessen gering eingestuft. Die Verteidigung plädierte auf einen „Vorfall von geringerer Schwere“ ohne körperlichen Zwang.
Da die Richterin den Vergleich abgelehnt hat, gilt sie aus rein technischen Gründen nun für das weitere Verfahren befangen. Weil ein neuer Richter ernannt werden muss, ist der Termin für die nächste Anhörung noch nicht bekannt.




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