Von: importer
Beißketten, Lauflernhilfen oder Pucksäcke – Produkte, die speziell für Babys gemacht sind, sind für kleinste Kinder teils gefährlich und unnötig. Davor hat der Verein für Konsumenteninformation (VKI) gemeinsam mit der europäischen Verbraucherschutzorganisation ANEC am Donnerstag gewarnt. Die Gefahren reichen bis zum Erstickungs- und Strangulationsrisiko. Unter den zehn bemängelten Produktgruppen sind etwa Badesitze, Nackenschwimmringe und sogenannte Selbstfütterungskissen.
Selbstfütterungskissen sollen Babys das selbstständige Trinken ermöglichen. Da Milch aber auch dann weiterfließen kann, wenn das Baby nicht schluckt, besteht Erstickungsgefahr. Modelle, die um den Hals gelegt werden, bergen zusätzlich ein Strangulationsrisiko. In Kanada, Australien und Irland sind sie verboten, erläuterte der VKI in einer Aussendung.
Schlafpositionierer und Pucksäcke
Baby-Badesitze können umkippen oder dazu führen, dass das Kind mit dem Kopf unter Wasser gerät. Zudem vermitteln sie ein trügerisches Sicherheitsgefühl und können dazu verleiten, ein Baby kurz unbeaufsichtigt zu lassen. Ein weiteres Risikoprodukt sind Nackenschwimmringe, die Babys im Wasser aufrecht halten sollen. Sie bergen jedoch die Gefahr des Ertrinkens oder Erstickens und können den empfindlichen Nacken belasten oder verletzen.
Sogenannte Schlafpositionierer sollen Babys in einer bestimmten Schlafposition halten. Verrutschen sie oder dreht sich das Baby, können sie die Atmung behindern und Erstickungsgefahr droht. Es gebe aber auch medizinisch notwendige Lagerungshilfen, die unter fachlicher Anleitung eingesetzt werden, betonte der VKI. Auch gewichtete Schlafsäcke, die Babys durch zusätzlichen Druck zu einem besseren Schlaf verhelfen sollen, können Atmung und Herzfunktion beeinträchtigen und beim Verrutschen Erstickungsgefahr bergen. Letzteres gilt ebenso für sogenannte Pucksäcke, die die Armbewegungen von Babys einschränken.
Sensorische Schaukeln und Haarbänder
Lauflernhilfen ermöglichen Babys, sich schnell fortzubewegen – auch in Richtung von Stufen oder anderer Gefahrenstellen, warnte der VKI. Zudem können Lauflernhilfen die natürliche motorische Entwicklung beeinträchtigen. In Kanada sind sie verboten. Sensorische Schaukeln aus weichen Materialien, die meist an einem Punkt aufgehängt sind, können dazu führen, dass sich Kopf oder Hals des Kindes beim Drehen oder Schaukeln im Stoff oder in der Öffnung verfangen. Das kann im schlimmsten Fall zu Bewusstlosigkeit oder zum Tod führen.
Beißketten aus Bernstein, Holz, Marmor oder Silikon bergen Strangulations- und Erstickungsgefahr. Reißt die Kette, können zudem einzelne Perlen verschluckt werden. Das Risiko gilt grundsätzlich für Ketten, die von Kindern getragen werden, betonte der VKI. Auch Haarbänder sind nicht unbedingt für Babys geeignet. Verrutschen sie, können sie Mund oder Nase bedecken und die Atmung behindern – insbesondere, wenn das Baby unbeaufsichtigt ist. Mascherln, Perlen oder andere Verzierungen können sich lösen und verschluckt werden.
(S E R V I C E – Weiterführende Informationen: www.vki.at/babyprodukte-2026 – Aktuelle Produktrückrufe: www.vki.at/produktrueckrufe )




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